Zeltfestival
Rosen für Carpendale - hello again, Howie
26.08.2010 | 07:23 Uhr 2010-08-26T07:23:00+0200
Bochum.Wenn rote Rosen mit auf ein Konzert genommen werden und erwachsene Frauen sich in Schwärmereinen verlieren, dann ist klar: Howie ist da. So war es auch am Mittwoch beim Zeltfestival Ruhr.
Jede Musikrichtung und jeder Sänger hat eigene Fans, und die erkennt man oft an einem ähnlichen Stil. Schwarze Kleidung oder braungebranntes Gesicht unter der Vokuhila-Frisur? Eher Heavy Metal oder eher Schlager? Ganz spezielle Fans versammelten sich Mittwochabend auf dem Parkplatz des Zeltfestivals Ruhr. Frauen zwischen 30 und 40 mit Blumen in den Händen köpften schon am Auto die ersten Flaschen Prosecco. Ein Blick aufs Fan-T-Shirt räumt alle Zweifel aus: Hier geht gleich Howard Carpendale auf die Bühne.
Viele der Frauen sind in Begleitung ihrer Männer gekommen. Ein Problem mit der Eifersucht scheint es nicht zu geben, obwohl offensichtlich ist, dass an diesem Abend nicht der eigene Mann im Mittelpunkt stehen wird. In Scharen betreten die Fans das fast ausverkaufte Zelt auf dem Festival-Gelände. Kaum sitzen sie, geht es auch schon los: Die Band baut sich langsam auf, die ersten Takte werden gespielt. Immer mehr Musiker strömen auf die Bühne, bis sich schließlich 14 Menschen versammelt haben. Kurzer Trommelwirbel, und er ist da: Howard Carpendale.
Schmeicheln mit VfL-Fahne
Die Menge springt begeistert auf. Noch ist nichts passiert, aber die Stimmung ist sofort auf einem Höhepunkt. Blumen und Leuchtstäbe werden geschwenkt. Wer weder das eine noch das andere mitgebracht hat, reißt die Arme in die Luft. Die letzte Reihe steht sogar schon auf den Stühlen. Nach zwei Liedern packt Howie zur Begrüßung die Flagge des VfL Bochum aus – spätestens jetzt hat er auch die Herren im Zelt auf seiner Seite.
„Ich frage mich immer, was die Leute an so einem Abend von mir wollen“, eröffnet der Sänger den nächsten Lieder-Block. Die Frauen im Publikum kichern. Carpendale singt seinen Hit „Samstag Nacht“.
Eine Frau mit zwei Rosen in der Hand scheint sich plötzlich daran zu erinnern, dass sie die Blumen ja nicht zum Winken mitgebracht hat, sondern sie dem südafrikanischen Sänger überreichen wollte. Beherzt marschiert sie zur Bühne - und kommt dann unverrichteter Dinge zurück. Hat sie sich nicht getraut? Von wegen! die Fans würden nicht an die Bühne gelassen, erklärt sie.
Blumen hängen am Mikrofon
Nach einer Stunde gibt es erstmal eine Pause. „Hello again“ singt Howie 20 Minuten später, und jetzt lässt er seine Verehrinnen auch näher ran: Kurz nach neun hat es die erste geschafft, ihre Blumen zu überreichen: Die Sonnenblumen lachen vom Mikrofon-Ständer, dazu gibt’s eine Postkarte und herzige Luftballons.
Bei Carpendales Repertoire ist ein Medley unvermeidlich: „Fremde oder Freunde“, „Spuren im Sand“, die alten Hits. Schließlich singen Zuschauer und Band „Dann geh doch“ im Chor. Nur denkt niemand ans Gehen, selbstverständlich gibt’s Zugaben, und der Schlagerstar muss sie nicht mal selbst singen - ihrem Howie schmettern die Fans schmettern „Ti amo“ entgegen..
12:02
WTF?
11:15
Ich halte grundsätzlich nichts von Künstlern, die sich erst großartig verabschieden um dann doch wieder zurückzukommen. Habe Howie damals dafür bewundert, dass er - im Gegensatz zu vielen (zu) alten Kollegen - früh genug den Absprung geschafft hatte.
21:23
Sing:
Hello again,
War nix mit in Rente gehn...
.
.
Trallalasing..
14:00
#3 dann reich dem Howie die Hand. Eure Zeit ist abgelaufen.
12:56
Wer will diesen Howie noch sehen,seine Zeit ist nun so langsam aber sicher abgelaufen,er sollte sich zur
Ruhe setzen,die hat er sich redlich verdient!
08:05
naja - ich hab mal einen Auszug aus einem Live-Konzert gehört, das war ganz lustig...aber n ganzes Konzert könnt ich mir dann doch nicht antun - aber immerhin, Howie ist n guter Schauspieler - es gab da mal n Zweiteiler der in Kanada spielte, da mahte Howie und das sehr gut.
07:59
Ich habe Howie vor einigen Monaten das erste Mal live in Essen erlebt und war begeistert. Ich bin mit seiner Musik aufgewachsen, wobei ich erst in späteren Jahren zu seiner Musik gefunden habe. Wenn man sich die -meisten- Texte ansieht, einfach nur gut . dazu ist er ein Meister der Unterhaltung (geworden?). Jedenfalls würde ich bei nächster Gelegenheit wieder zu seinem Konzert gehen, dieses Konzert konnte ich leider nicht besuchen, schade.