Zauberhafte Klangbilder in Haus Witten

War in Haus Witten zu Gast: Das Fratres Trio,
War in Haus Witten zu Gast: Das Fratres Trio,
Was wir bereits wissen
Zauberhafte Klangbilder bot das Fratres Trio dem Publikum in Haus Witten. Die Zusammensetzung Violine, Saxophon, Klavier ist eher selten zu hören.

Witten..  Kammermusik in der Zusammensetzung Violine, Saxophon und Klavier ist in den Konzertsälen eher selten zu hören. Das Fratres Trio bewies jetzt aber beim Konzert im gut besuchten Konzertsaal von Haus Witten, dass auch in dieser Gruppierung ausdrucksstarke Musik erklingen kann.

Im Gegensatz zur klassischen Besetzung eines Klaviertrios wurde hier das Cello durch ein Alt- bzw. Baritonsaxophon ersetzt. Das Saxophon – mehr als Jazzinstrument bekannt – fügte sich durch das meisterhafte Spiel von Hayrapet Arakelyan nahtlos in die klassische Klangwelt ein. Das Ergebnis waren zauberhafte Klangbilder von zarter Schönheit oder auch wuchtiger Präsenz.

Bei der eingangs gespielten Suite von Darius Milhaud „Le voyageur sans bagage“ (Der Reisende ohne Gepäck) zeigten die drei Musiker auch gleich, über welche Vielfalt an spielerischen Elementen und Ausdrucksmöglichkeiten sie verfügen. Der Eingangssatz erklang tänzerisch beschwingt. Im Mittelsatz fiel besonders das gesanglich schöne und träumerisch wirkende Zusammenspiel von Violine und Saxophon auf.

Sätze aus der „Nussknacker Suite“

Hier beeindruckte der Geiger Fédor Roudine mit klangvollem Spiel, von sanften Saxophontönen begleitet. Beim Schlusssatz trat erstmalig der Pianist Rudolfs Vanks mit seinem technisch perfekten Spiel auf hohem musikalischem Niveau in den Vordergrund. Rhythmisch stark geprägt und schmissig endete diese mitreißende Musik.

Zur Freude der Zuhörer wurde auch ein sehr bekanntes Werk zu Gehör gebracht. Einige Sätze aus der „Nussknacker Suite“ von P. Tschaikowsky waren für dieses Trio umgearbeitet worden. Die heiter bewegten Tanzsätze wurden vom Trio in langsamem Tempo, aber sehr präzise und detailverliebt vorgetragen. Zum Titel „Das alte Schloss“ passte besonders der samtweiche Klang des Saxophons.

Furios endete der Konzertabend mit dem „Trio für Altsaxophon, Piano und Violine“ von Russel Peterson aus dem Jahre 2007. Die in traditioneller Tonsprache gehaltene Komposition endete mit dem mitreißenden „Perpetuum Mobile“ und wurde mit viel Beifall belohnt.