Wittens Temposünder lagen bis zur Mittagszeit weit vorn

Achtung, hier blitzt die Polizei: Auch auf der Elberfelder Straße haben sich die Beamten am Donnerstag mit ihren Lasergeräten postiert, hier Hauptkommissar Michael Schmidt.
Achtung, hier blitzt die Polizei: Auch auf der Elberfelder Straße haben sich die Beamten am Donnerstag mit ihren Lasergeräten postiert, hier Hauptkommissar Michael Schmidt.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Neun Prozent der gemessenen Autofahrer waren beim achten Blitz-Marathon bis zur Mittagszeit zu schnell. Damit lag Witten weit vor Bochum und Herne.

Witten..  „Was ist denn bloß mit den Wittenern los?“ fragt Hauptkommissar Volker Schütte. Zumindest zur Mittagszeit lag die Ruhrstadt beim ganztägigen Blitz-Marathon am Donnerstag ganz vorn unter den Temposündern im Polizeibezirk Bochum.

Neun Prozent der gemessenen Verkehrsteilnehmer waren bis zum frühen Nachmittag zu schnell, nur 3,8 Prozent waren es beim letzten Blitz-Marathon im September. „Das sind immerhin fast 30 von 330 gemessenen Fahrzeugen“, erklärt Schütte. Normalerweise liege die Quote zwischen sechs und acht Prozent. Witten überholte sogar Bochum (1,3 Prozent) und Herne (5,2 Prozent). Das war wie gesagt der Stand am frühen Nachmittag. Bis zum Ende des 24-stündigen Blitz-Marathons dürfte sich das Ergebnis noch entsprechend verändern.

Schnellster bis zum Mittag war ein Autofahrer auf der Universitätsstraße. Er war mit 53 Stundenkilometern in einer Tempo-30-Zone unterwegs. Ihm droht ein Bußgeld von 80 Euro und ein Punkt in Flensburg.

Die anderen, die bis dahin geblitzt wurden, kamen mit einer Verwarnung davon, sprich 35 Euro. Viele waren acht bis 15 Stundenkilometer drüber, „teilweise in verkehrsberuhigten Zonen“, so Polizeisprecher Volker Schütte. Zu den ausgesuchten Straßen, wo sich die Polizei mit dem Lasergerät auf die Lauer legen wollte, gehören auch die Elberfelder und Herdecker Straße, Ardey-, Sand-, Holzkamp- und Wetterstraße. Achtung: Die Aktion endete erst um Mitternacht.

Eine so genannte „Top-Blitzer“-Stelle war morgens die Bommerholzer Straße. Während die Polizei dort an normalen Tagen in einer Stunde im Schnitt drei Fahrer erwischt, waren es diesmal sechs. Eine Frau, die mit 63 km/h 13 Kilometer zu schnell war, hatte die beste Erklärung für ihren Tempoverstoß. Sie musste zu einer Fohlengeburt...