Wittens Bahá’í-Gemeinde ruft nach Terror zu gemeinsamem Gebet

Die evangelische Johannisgemeinde verband Anfang November das Taizé-Gebet mit einer „Nacht der Lichter“.
Die evangelische Johannisgemeinde verband Anfang November das Taizé-Gebet mit einer „Nacht der Lichter“.
Foto: WAZ FotoPool
Zur „Einheit in der Vielfalt“ ruft die Bahá’í-Gemeinde die Religionen nach den Terroranschlägen von Paris auf. Am Sonntag wird gemeinsam gebetet.

Witten..  Nach den Pariser Anschlägen lädt die Wittener Bahá’í-Gemeinde am Sonntag (18.1.) um 16 Uhr zu einem „Tag der Religionen“ ein. Besser als jetzt könnte das Thema kaum passen: „Einheit in der Vielfalt.“

„Denn gerade angesichts der unfassbaren Ereignisse in Frankreich soll eine religionsübergreifende Andacht das Verbindende betonen“, heißt es in einem Aufruft der Gemeinde. „Bahá’í.Baha’i“ bezeichnet sich selbst als unabhängige Weltreligion persischen Ursprungs.

Für ein Klima der Verständigung

Die Andacht, die im Pflanzenraum der Lebenshilfe an der Dortmunder Straße 77 stattfindet, wolle angesichts von Vorurteilen gegen Fremde und Andersgläubige über vertrauensbildende Maßnahmen, gemeinsame Herausforderungen und Aufgaben nachdenken. „Sie wirbt für ein Klima der Verständigung“, heißt es.

Nach der Andacht, in der aus den Schriften der verschiedenen Religionen gelesen wird, können sich die Teilnehmer bei Kaffee und Kuchen austauschen, wenn gewünscht sowohl über die gelesenen Texte als auch Aspekte des religiösen Lebens in Witten.

Das gemeinsame Gebet soll ein weiterer Schritt sein, aufeinander zuzugehen. Eingeladen sind alle Gläubigen, unabhängig von ihrer religiösen Heimat.