Wittener Tierquäler: Urteil bleibt bestehen

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Was wir bereits wissen
Ein Wittener Tierquäler, der seinen Hund aus dem Fenster geworfen hatte, erschien nicht beim Berufungstermin. So blieb das Urteil gegen ihn bestehen.

Der Gerichtssaal war voll besetzt mit Tierschützern, ein Fernsehteam hatte Kamera und Mikrofon aufgebaut – nur einer erschien nicht: Der angeklagte Wittener (49).

Er war im vergangenen Mai in Hagen durch eine perfide Tierquälerei aufgefallen, hatte seinen Jack-Russel-Terrier „Bobby“ aus dem dritten Stock auf die Straße geworfen. Der kleine Hund knallte auf den Asphalt, verlor zwei Zähne, erlitt eine Blasenquetschung und eine Fußverletzung. Gegen den Wittener wurde ein Tierhalteverbot verhängt. Das Amtsgericht verurteilte ihn zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe. Zudem muss der Mann 1000 Euro Buße an den Tierschutzverein zahlen.

In erster Instanz hatte sich der Wittener damit verteidigt, sein Hund sei aufs Fensterbrett gesprungen „und dann herausgefallen“. Dem widersprach ein Augenzeuge: „Das Tier ist im hohen Bogen aus dem Fenster geworfen worden.“ Die 8. kleine Kammer des Hagener Landgerichts wartete 18 Minuten vergeblich, dann verwarf Richter Dieter Krause die Berufung – das heißt, das alte Urteil bleibt bestehen.