Wittener Studenten machen sich für Flüchtlinge stark

Der „Help“-Kiosk, mit dem die Studenten-Initiative zusammenarbeitet, bietet Flüchtlingen Hilfe bei der Wohnungseinrichtung, bei Behördengängen, Arztbesuchen, Beschaffung von Möbeln oder Wäsche und vielem mehr. Zur Verständigung setzt sie dabei auf viele Sprachen und Symbole. Foto: Walter Fischer / FUNKE Foto Services
Der „Help“-Kiosk, mit dem die Studenten-Initiative zusammenarbeitet, bietet Flüchtlingen Hilfe bei der Wohnungseinrichtung, bei Behördengängen, Arztbesuchen, Beschaffung von Möbeln oder Wäsche und vielem mehr. Zur Verständigung setzt sie dabei auf viele Sprachen und Symbole. Foto: Walter Fischer / FUNKE Foto Services
Foto: Fischer / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Initative an der Uni möchte Bürger mit einbinden. Geplant ist auch eine Frauengruppe.Die Zusammenarbeit mit dem „Help“-Kiosk der Vhs läuft bereits.

Witten..  „Das war ein toller Erfolg“, freut sich Dinah Rabe, Studentin und Mitorganisatorin der Flüchtlingsinitiative an der Universität Witten/Herdecke (UWH). Beim ersten öffentlichen Treffen zeigten sich gut 60 Besucher solidarisch und erklärten sich zum Mitmachen bereit. Die studentische Initiative besteht seit einem halben Jahr. Sie wurde symbolisch als Dank an die Ruhrstadt ins Leben gerufen. „Wir dürfen hier studieren, andere Menschen sind zufällig hier gestrandet“, betont Orga-Student Milan.

Angestoßen und gegründet wurde jetzt die langersehnte Frauengruppe. „Flüchtlingsfrauen leben aufgrund ihrer Herkunft, ihrer gesellschaftlichen Erziehung und der Sprachbarrieren oftmals völlig abgeschottet“, erzählt Dinah. Sie ist Studentin im zweiten Semester. „Jetzt freuen wir uns, besonders für die Frauen da zu sein.“ Welche konkreten Projekte sich entwickeln werden, das allerdings ist noch Zukunftsmusik. „Aber die Menschen und die Ideen sind vorhanden“, freut sich auch Julia vom achtköpfigen Organisationsteam.

Auch die Patenschaftsgruppe fand große Resonanz und neue Mitstreiter. Momentan besucht die Initiative regelmäßig die Unterkunft „In der Mark“. Aber mit neuer Unterstützung, so hoffen die Organisatoren , dass sie bald auch die anderen Flüchtlingsheime der Ruhrstadt betreuen können. Dabei geht es inhaltlich um praktische Dinge. Tipps für den Alltag, Hilfe bei Behördengängen und Anregungen für die Freizeit in Gemeinschaft.

Atelier als Treffpunkt für kreative Aktivitäten oder zum Gespräch

Eine ganz besondere Idee beschäftigte die Versammmlung im Musikraum der Uni. So gibt es das Angebot, in deren Nähe ein leeres Atelier anzumieten. „Das könnte ein idealer Treffpunkt sein. Für kreative Aktivitäten oder auch einfach nur zum Gespräch. Ein Anlaufpunkt für Frauen, Männer, Familien“, so Dinah. „Aber für solch ein Vorhaben braucht die Initiative zuverlässige Sponsoren“, räumt die Organisatorin ein.

„Ich denke, dass wir über kurz oder lang tatsächlich auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind.“ Die Flüchtlingsinitiative betreut momentan noch weitere Projektgruppen. Freizeit, Wohnraumfragen, Rechtsprobleme und Sprachkurse sind nur einige Beispiele für deren Arbeit. Eine enge Kooperation gibt es bereits mit dem „Help“-Kiosk der Vhs am Rathaus. Wer mehr wissen will: Informationen gibt es unter fluechtlingsinitiativewitten@gmail.com.