Wittener Sternsinger bringen Segen

Zogen schon los: die Sternsinger der katholischen Gemeinde Rüdinghausen, hier mit Pater Kasimir Zaranski und Sternsingerbetreuer Joachim Gottschlich (hinten rechts).
Zogen schon los: die Sternsinger der katholischen Gemeinde Rüdinghausen, hier mit Pater Kasimir Zaranski und Sternsingerbetreuer Joachim Gottschlich (hinten rechts).
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Sie sammeln für Kinder in Not. In diesem Jahr geht das Geld auf die Philippinen. In St. Vinzenz sind die kleinen Könige schon gestartet.

Witten..  Jetzt sind sie wieder unterwegs: Die Sternsinger ziehen von Tür zu Tür, bringen den Segen ins Haus und bitten um Spenden. Die ersten, die sich auf den Weg gemacht haben, sind die kleinen Könige von St. Vinzenz in Rüdinghausen.

„Segen bringen, Segen sein – Gesunde Ernährung für Kinder auf den Philippinen und weltweit!“ heißt das Leitwort der 57. Aktion Dreikönigssingen. In dem südostasiatischen Inselstaat ist jedes dritte Kind von Unter- oder Mangelernährung betroffen. Viele Men-schen auf den Philippinen haben – trotz der fruchtbaren Natur und der fischreichen Gewässer – keinen Zugang zu einer ausgewogenen Ernährung.

Hier setzt die Sternsinger-Aktion an: Mit Hilfe von Projektpartnern vor Ort werden gefährdete Kinder und Jugendliche sowie schwangerer Frauen fachkundig begleitet und betreut und mit ausgewogenen Mahlzeiten versorgt. 1959 wurde die Aktion erstmals gestartet. Inzwischen ist das Dreikönigssingen die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren.

In fünf Gruppen unterwegs

Auch in Witten sind viele Kinder mit Herzblut dabei: Allein in St. Vinzenz in Rüdinghausen beteiligen sich 15 Kinder, die in fünf Gruppen in den nächsten drei Tagen durch die Straßen ziehen und in den Gewändern der Heiligen Drei Könige den Segen „Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen bringen – mit dem Kreidezeichen „20+C+M+B+15“, das heutzutage übrigens in den allermeisten Fällen ein Aufkleber ist. Rund 100 Haushalte in der Gemeinde sollen besucht werden.

Aufregend ist das für manch kleinen König, der in diesem Jahr zum ersten Mal dabei ist. „Bei uns in der Gemeinde gehen ja vor allem die Kommunionkinder“, erklärt Joachim Gottschlich, der die Kinder betreut. Aber auch Messdiener seien wieder dabei, die Jahr für Jahr mitmachen – weil sie Freude an der Aktion haben.

Termine nach Wunsch

Bei den Gemeindegliedern – die sich auf Wunsch vorab in eine Terminliste eintragen können, damit sie den Besuch der Sternsinger auch bestimmt nicht verpassen – wird gesungen, dann sagen die Könige einen Spruch auf. „Die Menschen freuen sich, wenn wir kommen“, weiß Gottschlich. Und sie sind großzügig: Allein in St. Vinzenz kamen im letzten Jahr rund 2000 Euro für den guten Zweck zusammen, 4 957,95 Euro waren es 2014 in der Mariengemeinde. Mal sehen, ob diese Summen bei der Sammlung im neuen Jahr übertroffen werden können.