Wittener Steinbruch verwandelt sich wieder in Bühne

Organisieren den Sommerrock Imberg: (v.l.) Petra Linden, Luisa Zuppa (unten), Vincent Kruse, Julia Sieper, Katrin Sloniewski, Julia Keutmann (unten) und Matthias Michels.
Organisieren den Sommerrock Imberg: (v.l.) Petra Linden, Luisa Zuppa (unten), Vincent Kruse, Julia Sieper, Katrin Sloniewski, Julia Keutmann (unten) und Matthias Michels.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Beim Sommerrock Imberg spielen am Samstag unbekannte Bands um die Wette. „Artenvielfalt“ ist dabei angesagt.

Witten..  Drei große Plakate hängen schon in der Stadt und ganz viele kleine. „Ich hab’ mich richtig erschreckt, als ich das gesehen habe, denn ich bin ja da drauf“, sagt Luisa Zuppa. Doch eigentlich muss sie sich keine Sorgen machen, denn im Giraffenkostüm ist die 20-Jährige kaum zu erkennen. Mit Biene Julia Keutmann und Affe Julia Sieper wirbt sie für den Sommerrock Imberg am Samstag. Unter dem Motto: „Wir fördern Artenvielfalt“.

Mehrere Jugendliche organisieren gemeinsam mit Petra Linden (45) und Matthias Michels (27) das dritte Konzert dieser Art im Steinbruch. Fünf Newcomer-Bands aus dem Ruhrgebiet spielen um die Gunst des Publikums. Von Metal über Grunge bis zu einer Art von Weltmusik, wie die jungen Leute es nennen, ist alles dabei. Als Leckerbissen stehen außerhalb des Wettbewerbs bereits bekanntere Musiker auf der Imberg-Bühne: „Blackout Problems“ aus München spielen englischsprachigem Rock. Die „Trvegrinders“ – die Gewinner vom letzten Jahr – machen puren Metal. Und die Barulheiros aus Stockum geben an diesem Abend ihr vorerst letztes Konzert in Deutschland. „Die wollen sich neu orientieren“, sagt Matthias Michels.

Etwa 20 Bands hatten sich für den Sommerrock beworben, sogar Gruppen aus Holland und Hamburg waren darunter. „Wir haben nach Ort, Alter, Musikrichtung ausgewählt und danach, ob sie eigene Lieder spielen“, erklärt Julia Sieper. „Denn wir wollen die fördern, die wirklich kreativ sind und nicht nur Songs von anderen covern.“

Zum Glück konnte das Organisations-Team vor allem lokale Sponsoren für das rund 15 000 Euro teure Festival gewinnen, denn in diesem Jahr gab’s keine Fördergelder. Und so warten aufs Publikum wieder schön gestaltete Programmhefte, Bändchen und Aufkleber. Die Moderation des Musik-Wettbewerbs übernimmt Özge Cakirbey, eine Poetry Slammerin aus Dortmund. Den Hunger zwischendurch stillen vegetarisches Essen, Currywurst, Pommes und Schnitzel. Fehlt nur noch die Sonne – eingeladen ist sie.

Der Sommerrock Imberg im Steinbruch, Am Hang 2, geht am Samstag, 20. Juni, ab 16 Uhr über die Bühne. Der Eintritt ist frei.