Wittener SPD-Chefin betont Schutz der Innenstadt

Mit Veränderungssperren und einem Bebauungsplan hatte die Stadt in der Vergangenheit eine Konkurrenz für Saturn i(Bild) auf dem Wickmanngelände verhindert. Nach dem Gerichtsurteil und dem jüngsten Ratsbeschluss könnte sich ein Elektrofachmarkt wie Berlet nun in Annen ansiedeln.
Mit Veränderungssperren und einem Bebauungsplan hatte die Stadt in der Vergangenheit eine Konkurrenz für Saturn i(Bild) auf dem Wickmanngelände verhindert. Nach dem Gerichtsurteil und dem jüngsten Ratsbeschluss könnte sich ein Elektrofachmarkt wie Berlet nun in Annen ansiedeln.
Foto: POLL, Arne
Was wir bereits wissen
Eine „Weiterentwicklung“ des Wickmanngeländes in Annen bedeutet nicht, dass die City aus den Augen verloren wird. Das betont SPD-Chefin Humme.

Witten..  SPD-Vorsitzende Christel Humme verteidigt den jüngsten Ratsbeschluss zum Wickmanngelände. Der Prozess, die Gewerbefläche weiterzuentwickeln, lasse sich durchaus so steuern, dass für die Innenstadt kein Schaden entstehe.

„Unsere Fraktion hat mit ihrem Vorschlag für das Wickmanngelände das Ziel, die Innenstadt zu schützen, nicht aus den Augen verloren“, so die Politikerin. Vielmehr habe das Urteil des Verwaltungsgerichts doch gezeigt, dass die Stadt mit ihrem bisherigen Kurs Irritationen verursacht habe. Sie müssten nun ausgebügelt werden. Das Zentrum Annens habe sich längst verlagert. „Also sind die Argumente, die die Stadt vor Gericht in diesem Zusammenhang angebracht hat, gar nicht mehr aktuell.“

Außerdem stehe in den Sternen, ob sich Berlet nach so langer Zeit wirklich auf dem Gelände niederlasse. Humme: „Und selbst wenn der Elektrofachmarkt kommt, ist nicht gesagt, dass er der Innenstadt schadet. Zumal gleich neben dem Wickmanngelände Real ohnehin schon auf einer großen Verkaufsfläche Elektronikartikel anbietet.“ Bereits jetzt kauften viele Wittener bei Berlet im Dortmunder Indupark ein. „Es wäre doch besser, wenn sie ihr Geld künftig wieder innerhalb der Stadtgrenzen ausgeben.“