Wittener soll 140 000 Euro hinterzogen haben

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Was wir bereits wissen
Mit dubiosen Mehrwertsteuergeschäften und krummen Auto-Deals wollte ein Hartz-IV-Empfänger aus Witten Geld machen. Nun steht er vor Gericht.

Witten.. Mit dubiosen Mehrwertsteuergeschäften wollte ein Hartz-IV-Empfänger aus Witten Geld machen. Doch der Schuss ging nach hinten los: Der 46-Jährige muss sich derzeit wegen Steuerhinterziehung und Urkundenfälschung vor dem Bochumer Landgericht verantworten.

Von kriminellen Geschäftemachern soll der Wittener dazu verleitet worden sein, krumme Dinger zu drehen: Er sollte bei Autohändlern Pkw kaufen – unter dem Vorwand, er tue dies im Auftrag einer Firma aus dem europäischen Ausland und würde die Wagen dorthin ausführen. In einem solchen Fall werden die 19 Prozent Mehrwertsteuer nicht fällig. Ein gutes Geschäft für die Hintermänner.

Gefälschte Vollmachten vorgelegt

Dutzende Autos kaufte der Angeklagte mit gefälschten Vollmachten sowie Bescheinigungen, in denen er versichert, die Fahrzeuge seien für die europäische Firma. In seiner Wohnung wurden Blanko-Unterlagen gefunden – möglicherweise, um Aufträge schnell ausführen zu können.

Unterm Strich soll ein Umsatzsteuerschaden von 140 000 Euro entstanden sein. Die gekauften Autos lieferte der Wittener bei seinen Auftraggebern ab und kassierte 50 Euro pro Fahrzeug. Der Schwindel flog erst auf, als die ausländischen Steuerbehörden merkten, dass die Autos in ihren Ländern gar nicht versteuert wurden.