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Wittener Schüler aus Vormholz werden zu Viellesern

12.02.2016 | 19:11 Uhr
Wittener Schüler aus Vormholz werden zu Viellesern
Viel Lesefutter wartet auf die Vormholzer Grundschüler: Das zeigen hier Monika Mebs (Filialleiterin Mayersche Witten, li.) und die Lehrerinnen Saskia Kömpel (Mitte) und Vanessa Humpert. Foto: Thomas Nitsche - Funke Foto Services

Witten.   Seit die Vormholzer Grundschule eine Schülerbücherei aufgebaut hat, hat sie viele kleine Vielleser. Da kommt eine Buchhandelsspende gerade recht.

Über viele neue Bücher können sich bald die Vormholzer Grundschüler freuen. Denn die Mayersche Buchhandlung auf der Bahnhofstraße hat ihnen jetzt 1600 Euro gespendet, mit denen sie sich in der Filiale mit Lesefutter eindecken können.

Und das kommt so: Von jedem Einkauf, den Kunden mit der „Kultkarte“ tätigen, spendet die Mayersche zehn Cent für soziale Projekte. Welche, darüber kann man im Netz auf der Seite des Buchfilialisten abstimmen.

„So wurden schon das Kinderhospiz oder das Haus im Park bedacht“, sagt Monika Mebs (46), Leiterin der Wittener Filiale. Die Aktion läuft jetzt im dritten Jahr.

Die Vormholzer Grundschullehrerinnen Saskia Kömpel (39) und Vanessa Humpert (27) freuen sich: „Seit einem Jahr bauen wir unsere Schülerbücherei ,Nimmerland’ auf. 900 Bücher haben wir bereits, teils aus Spendengeld von Privatleuten, Kirche und Bank. Mit den 1600 Euro können wir den Bestand ausbauen.“ Durch die Bücherei seien die Schüler zu echten Viellesern geworden. Was steht besonders hoch im Kurs? Die Lehrerinnen wissen’s: „Die Comicroman-Reihe ,Gregs Tagebuch’“.

Durch das Vorbild lesender Eltern gewinnen Kinder die Freude daran

Bei jüngeren Schülern seien auch „Der kleine Drache Kokosnuss“ oder „Die Olchis“ gefragt. Die größeren Schüler würden sich dagegen auf die Abenteuer-Reihe „Das magische Baumhaus“ oder „Die drei Fragezeichen“ stürzen. Selbst Klassiker wie Enid Blytons „Fünf Freunde“ seien bei Jugendlichen immer noch gefragt, wissen Saskia Kömpel und Vanessa Humpert: „Weil manche Eltern ihren Sprösslingen von den Lieblingsbüchern ihrer Jugend vorschwärmen.“ Und überhaupt: „Oft ist es die Vorbildfunktion: Erst wenn die Eltern lesen, gewinnen meist auch die Kinder Freude daran.“

Ein besonderer Leseanreiz wurde in der Vormholzer Schule geschaffen: „In unserer Bücherei steht ein Sofa mit einem Kissen. Dort ist es gemütlich, dahin können sich die Kinder zum Lesen zurückziehen“, erzählen sie. Denn häufig sei es so: „Viele Kinder blättern anfangs einfach in den Büchern herum. Sie müssen erstmal lernen, sich entspannt hinzusetzen und das Lesen auszuhalten. Dazu brauchen sie Ruhe.“

Michael Vaupel

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2016-02-12 19:11
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