Wittener schlug Opfer mit Ast ins Gesicht

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Ein 27-jähriger Wittener muss sich derzeit vor dem Bochumer Landgericht verantworten, weil er einen Mann mit einem Ast ins Gesicht geschlagen hatte.

Witten..  Ein 27-jähriger Wittener muss sich derzeit vor dem Bochumer Landgericht verantworten, weil er einen Mann mit einem Ast ins Gesicht geschlagen hatte. Möglicherweise muss er in die Psychiatrie.

Der Vorfall hatte sich im Juli 2013 in der Schleiermacherstraße ereignet. Nach einem Streit zückte der Angeklagte den unter seiner Jacke versteckten Ast und schlug zu. Das Opfer verlor einen Zahn. Ein Gutachter bescheinigt dem 27-Jährigen eine paranoide Schizophrenie, für den Schlag sei er nicht schuldfähig.

Ob es für eine Unterbringung in einer Psychiatrie reicht, ist aber offen. Die Tat wurde nicht im Wahn, sondern aus dem Streit heraus begangen. Möglich wäre auch, dem Wittener harte Bewährungsauflagen wie eine medikamentöse Behandlung und betreutes Wohnen zu verordnen, so Prozessbeteiligte. Auch ein Freispruch ist drin. Mit strafrechtlichen Konsequenzen, also einer Freiheitsstrafe, muss er lediglich für mehrere Ladendiebstähle rechnen. Für diese erkannte der Gutachter keine Schuldunfähigkeit.

Der Ast-Schlag war nicht der erste seiner Art: Schon einmal hatte der 27-Jährige zugeschlagen – damals mit einer Zaunlatte.