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Wittener Ruhr-Gymnasium muss Sporthalle schließen

18.02.2016 | 17:51 Uhr
Wittener Ruhr-Gymnasium muss Sporthalle schließen
Die Sporthalle des Ruhr-Gymnasiums ist geschlossen. Befürchtet wird ein Schimmelbefall.Foto: Thomas Nitsche

Witten.   Schimmelverdacht in der alten Sporthalle des Ruhr-Gymnasiums. Stadt prüft Feuchtigkeitsschäden. Schüler und Vereine von der Schließung betroffen.

Schon wieder muss eine Sporthalle in Witten vorübergehend schließen. Betroffen ist diesmal die alte Halle des Ruhr-Gymnasiums.

Während die Jahnhalle zwischenzeitlich als Flüchtlingsunterkunft diente und in der Kreissporthalle an der Husemannstraße bereits seit mehreren Monaten Sanierungsarbeiten stattfinden, ist an Wittens ältestem Gymnasium ein möglicher Schimmelbefall der Grund für die Schließung.

„Wir prüfen noch, was dort genau los ist“, sagt Klaus Böde, Leiter des Amts für Gebäudemanagement. Über die Außenwand, die nur schwer abzudichten sei, dringe Feuchtigkeit in das Gebäude. Eine Raumluftmessung soll unter anderem klären, ob sich tatsächlich Schimmel gebildet hat. In den vergangenen Jahren hatte es umfassende Sanierungsmaßnahmen an Wittener Schulen und Sporthallen gegeben. Die alte Halle des Ruhr-Gymnasiums blieb dabei aus finanziellen Gründen aber außen vor.

Sportunterricht wird verlegt

Wie lange die „Einfeld“-Halle geschlossen bleibt, konnte Böde am Donnerstag noch nicht absehen. „Wir versuchen aber, das so schnell wie möglich hinzubekommen.“ Betroffen sind in erster Linie die Schüler. Schulleiter Ulrich Janzen bestätigte, dass die Halle sonst während der Unterrichtszeiten fast vollständig ausgelastet sei. Den wie er hofft kurzfristigen Ausfall könne man aber auffangen. Zum Teil werde der Sportunterricht in die zweite Halle der Schule verlegt. Vorrang hätten dabei die Oberstufenkurse.

Nach Schulschluss wird die Halle normalerweise von fünf Vereinen genutzt. Betroffen sind nach Angaben des Stadtsportverbandes der Kanu-Club, der Ruder-Club, Blau-Weiß Annen und der PV Triathlon. Besonders ärgerlich ist die Schließung aber für die Herzsportgruppe von TuRa Rüdinghausen, die eigentlich in der Kreissporthalle an der Husemannstraße zuhause ist. Die ist aber schon seit April dicht und wird gerade saniert. Seitdem weichen die Herzsportler an drei Tagen in der Woche in die alte Halle des Ruhr-Gymnasiums aus.

Übler Geruch wahrgenommen

„Wir haben schon immer einen üblen Geruch in der Halle wahrgenommen und wunderten uns, dass die Lehrer nichts gesagt haben“, sagt Dieter Slivinsky (71) von TuRa Rüdinghausen. Weil die Wiedereröffnung der Kreissporthalle noch auf sich warten lässt, wäre eine längerfristige Schließung der Halle am Ruhr-Gymnasium für die rund 80 TuRa-Aktiven ein echtes Problem.

„Nach einer Herzerkrankung ist es für sie wichtig, so regelmäßig wie möglich Sport zu treiben“, sagt Slivinsky. Er hat wegen der häufigen Standortwechsel vor allem mit logistischen Problemen zu kämpfen, muss Rettungskoffer und Defibrillator transportieren sowie die notwendige Anwesenheit eines Arztes koordinieren.

Mittwochs ist die Gruppe in der Halle der Overbergschule aktiv. Auch dort hat ein Teilnehmer Schimmelbefall wahrgenommen. Klaus Böde von der Stadt bestätigt, dass dies „wegen der Feuchtigkeitsbelastung in alten Gebäuden“ immer ein Problem sei und auch in dieser Halle immer mal wieder Schimmel auftrete. Dort solle noch in diesem Jahr was passieren.

Marcel Kling

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2016-02-18 17:51
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