Wittener Objektiv-Art in neuem Domizil

An der Rüsbergstraße hat der Fotoclub Objektiv Art ein neues Domizil gefunden.
An der Rüsbergstraße hat der Fotoclub Objektiv Art ein neues Domizil gefunden.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Nach dem Umzug entwickeln Fotografen ein neues Konzept. Theaterverein Ruhrbühne und Fotoclub gehen nach 16 Jahren getrennte Wege.

Witten..  Nach intensiver Suche hat der Fotoclub Objektiv-Art ein neues Domizil gefunden. Die Vereinsmitglieder haben bereits die Ärmel hochgekrempelt. Der Umzug ist in vollem Gange.

Damit trennt sich der gemeinsame Weg des Theatervereins Ruhrbühne und des Fotoclubs nach nunmehr 16 Jahren an der Bochumer Straße 10a. Im Sommer 2014 bereits hatte die Ruhrbühne als Eigentümerin den Fotografen wegen Eigenbedarfs gekündigt.

Sehr viel moderner

„Wir haben jetzt etwas Tolles gefunden“, schwärmt Holger Hänsch, Vorsitzender von Objektiv Art. „Ein wenig größer als die alte Bleibe und sehr viel moderner.“ Die neuen Räume des Fotoclubs liegen an der Rüsbergstraße 70 im Hammertal. Im Gewerbepark Kleinbahnhof. Vermieter ist die Firma VMS-Immobilien. „Das war Zufall, dass wir fündig wurden“, erzählt Hänsch. „Eigentlich waren wir am Kleinbahnhof, um uns eine leerstehende Industriehalle anzusehen. Aber da wartete ein riesiger Investitionsbedarf. Und dann zeigte uns die Vermieterin die leeren Räume im ersten Obergeschoss. Damit war unsere Suche beendet.“

Doch für Objektiv Art ist der Umzug nicht nur ein Ortswechsel. Der Verein will dies zum Anlass nehmen, sich auch inhaltlich neu aufzustellen. Mit neuen Themenschwerpunkten und verschiedenen Arbeitskreisen. „Wir denken an ein kleines Zentrum für Kulturschaffende. Dafür richten wir einen besonderen Raum für Workshops und Seminare an, die jeder bei uns anmieten könnte“, erläutert Hänsch die neue Club-Idee. „Über eine solche Vermietung könnten wir die Club-Finanzen trotz höherer Belastungen ausgleichen.“

Doppelt so viel Ausstellungsfläche

Das neue Domizil ist etwa 200 Quadratmeter groß. Bietet aber gleichzeitig doppelt so viel Ausstellungsfläche wie früher. Das Studio samt Inventar ist schon an der neuen Adresse. Auch künftig wird es beim Fotoclub eine Dunkelkammer geben. Allerdings nur in der Schwarz-Weiß-Version. Die befindet sich momentan noch an der alten Adresse. „Trotz digitalen Zeitalters ist für uns eine eigene Dunkelkammer sehr wichtig“, betont der Vorsitzende. „Denn auch in der künstlerischen Fotografie gibt es eine ganz klare Tendenz zum Retro.“

Wenn alles planmäßig verläuft, ist Objektiv Art ab Anfang Februar in den neuen Räumen zu finden. Für die 60 Clubmitglieder war der bevorstehende Umzug ein idealer Motivationsschub. „Wir haben gestrichen, umgebaut und gewerkelt. Ich weiß nicht, wie viele Kofferraum-Ladungen wir nach Herbede rüber gefahren haben.“ Ende März will Objektiv Art das neue Domizil mit einem großen Tag der offenen Tür offiziell einweihen.

In die Hände gespuckt

Auch beim Theaterverein Ruhrbühne wird jetzt kräftig in die Hände gespuckt. Viele Umbauarbeiten stehen an. „Wir platzen aus allen Nähten“, so der zweite Vorsitzende Hans Weiß. „Aber jetzt ist Raum für neue Ideen.“ Auf der Arbeitsliste stehen Kammerspielsaal, Foyer, Werkstätten, Requisitenlager und Kostüm-Archiv. Die Wege beider Vereine trennen sich im gegenseitigen Einvernehmen.