Wittener Montagsdemonstranten sagen: „Je suis Charlie“

„Pegida muss demokratischen Gegenwind bekommen“: Demo-Sprecher Romeo Frey.
„Pegida muss demokratischen Gegenwind bekommen“: Demo-Sprecher Romeo Frey.
Foto: WAZ FotoPool

„Je suis Charlie“ – die Montagsdemo am Berliner Platz stand diesmal im Zeichen der Terroranschläge in Paris.

Mit bunten Transparenten, auf denen auf französisch „Ich bin Charlie“ zu lesen war, zeigten die rund 15 Teilnehmer ihre Solidarität mit den Opfern der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ und zeigten Flagge für Meinungsfreiheit.

„Ich finde es gut, dass man ein Zeichen gegen diese feigen Anschläge und gleichzeitig gegen die Stimmungsmache durch ,Pegida’ setzt“, sagt Teilnehmer Markus Freiburg (42). Auch Agathe Czylwick findet es „notwendig, dass man sich positioniert. Die, die so etwas begangen haben, sind nicht Gläubige – das sind Faschisten.“

Es sei ermutigend, dass in Frankreich, so viele gegen die Spaltung der Gesellschaft auf die Straße gegangen waren, so die 64-Jährige. Vor einer möglichen Islamisierung habe sie – Anschläge hin oder her – keine Angst. „Davon zu sprechen, ist doch ein Witz. In Deutschland leben gerade mal sieben Prozent Muslime.“

Demo-Sprecher Romeo Frey (69) verurteilte die Stimmungsmache, die seiner Meinung nach durch „Pegida“-Demonstranten ausgehe. „Sie müssen demokratischen Gegenwind bekommen.“

Heute sei ein schwerer Tag für ihn, sagt Zülfü Altunok (54), der früher praktizierender Moslem war, seinen Glauben aber aufgegeben hat. „Ich war als Friedensaktivist in Syrien und habe die barbarische Ideologie von ISIS erlebt“, sagt der 54-Jährige. „Ich bin heute hier, um für die freie Meinung zu demonstrieren.“