Wittener Künstlerbund feiert 30-jähriges Bestehen

Die Kunstwerke hängen bereits: Kurator Christoph Kohl (1.v.l.) und die Mitglieder des Künstlerbundes konzipierten die Schau (v.l.: Lutz Quambusch, Rolf Hopf, Anne Bahrinipour, Ronald Hirsch, Diethild Gerlach, Gert Buhren, Klaus Fröhlich, Petra Füth, Peter Kosch, Dagmar Vogt und Ania Hardukiewicz)
Die Kunstwerke hängen bereits: Kurator Christoph Kohl (1.v.l.) und die Mitglieder des Künstlerbundes konzipierten die Schau (v.l.: Lutz Quambusch, Rolf Hopf, Anne Bahrinipour, Ronald Hirsch, Diethild Gerlach, Gert Buhren, Klaus Fröhlich, Petra Füth, Peter Kosch, Dagmar Vogt und Ania Hardukiewicz)
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Jubiläumsausstellung im Märkischen Museum zeigt aktuelle Werke der Mitglieder des Künstlerbundes. Am morgigen Freitag, 29.5., eröffnet die Schau. Geburtstagsgäste sind willkommen.

Witten..  Der Wittener Künstlerbund feiert sein 30-jähriges Bestehen – natürlich nicht ohne Kunst: Die Mitglieder konzipierten eine große Jubiläumsschau, die am Freitag im Märkischen Museum Eröffnung feiert. Zwölf Künstler des Bundes präsentieren dort ihre neuesten Werke. Zum runden Geburtstag wollen sie mit der Öffentlichkeit feiern und die gemeinsamen Erlebnisse in Erinnerung zu rufen.

Eigentlich reicht die Geschichte des Künstlerbundes sogar bis in die 70er-Jahre hinein. Zu dieser Zeit begannen sich Künstler zunächst locker bei einzelnen Projekten zusammenzuschließen. „Vorher hat jeder in seinem eigenen Elfenbeintürmchen gesessen“, erinnert sich Peter Kosch. Gemeinsam mit Lutz Quambusch und Dieter Ullrich gehört er zu den noch heute im Bund aktiven Mitgliedern der ersten Stunde, die 1985 gemeinsam die Vereinsgründung vorbereiteten.

Oberbürgermeister als Gartenzwerg

Sieben Mitglieder – im Schnitt um die 30 Jahre – zählte der Künstlerbund damals. Zu den ersten großen Projekten gehörten Gemeinschaftswerke: ein großes Bild mit einer Ansicht der Bahnhofstraße, das im Saalbau hing, ein anderes Kunstwerk setzte sich mit den Partnerstädten der Ruhrstadt auseinandersetzt und ist bis heute im Rathaus zu sehen.

Im Laufe der Jahre mischte sich der Verein immer wieder künstlerisch aber auch kulturpolitisch in aktuelle Debatten der Stadt ein und bezog Stellung bei Fragen der Museumsausrichtung. An ein besonders humorvoll-bissiges Werk erinnert sich Gert Buhren (1. Vorsitzender) besonders gern: „Martin Sprave hatte drei Gartenzwerge mit roten Mützen angefertigt, die Alt-Oberbürgermeister Klaus Lohmann, den ehemaligen Museumsdirektor Wolfgang Zemter und eine symbolische Lechner-Figur darstellten.“

Nicht überall gab es Tee

Lustig sei es vor allem in den Anfängen unter den noch jungen Künstlern zugegangen. Damals wurden Kunstreisen unternommen, in der Natur gezeichnet und abends auf fremden Hochzeitsgesellschaften die Nacht hindurch getanzt, erinnert sich Lutz Quambusch. Beim Vereinsleben traf zeitgenössische Kunst auf feuchtfröhliche Lebensfreude.

Bis heute trifft sich der Künstlerbund monatlich zum Austausch, plant Ausstellungen und debattiert. Bei zwölf verschiedenen Künstlerpositionen ist man sich nicht immer sofort einig. „Es geht immer hoch her – außer bei Lutz, da gibt es immer nur Tee“, schmunzelt Peter Kosch.

Zum Geburtstag blickt der Verein aber nicht nur auf die Höhepunkte zurück, sondern auch in die Zukunft: Neue, junge Mitglieder sind stets willkommen.

Freier Eintritt zur Jubiläumsfeier

-Die öffentliche Geburtstagsfeiermit Ausstellungseröffnung beginnt Freitagabend (29.5.) um 19 Uhr im Märkischen Museum, Husemannstraße 12. Der Eintritt ist frei.


- Die Ausstellung ist anschließend bis zum 26. Juli zu sehen. An zwei Sonntagen (14. Juni und 5. Juli) werden Künstler durch die Ausstellung führen.


- Zum runden Geburtstag hat der Künstlerbund zudem einen Katalog publiziert, der mit Fotos und Zeitungsartikeln die Geschichte des Vereins schildert. Der Katalog ist für 10 € im Museum erhältlich. Die ersten 20 Exemplare wurden von den Künstlern signiert