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Karneval

Wittener können als böse Jungs ins närrische Treiben ziehen

19.01.2016 | 19:09 Uhr
Wittener können als böse Jungs ins närrische Treiben ziehen
Tomris Dogan (44) mit Prinzessinen-Kostümen.Foto: Thomas Nitsche

Witten.   Karnevalstrends aus Witten: Star-Wars-Kostüme, die „Eisprinzessin“, neckische Haarreifen – und die raffinierte Banane .

Die Wittener Geschäfte verheimlichen nicht: Karneval steht vor der Tür! Welche Trends und Vorlieben in dieser Session angesagt sind, zeigt ein Blick in die Schaufenster.

Viele Läden, wie der Euro-Shop an der Bahnhofstraße oder auch Nanu-Nana in der Stadtgalerie, führen hauptsächlich einfache Accessoires. Masken, Brillen und Haarreifen, mit Tieröhrchen oder Glitzer- und Federverziehrungen, seien besonders gefragt dieses Jahr – und auch schon für kleines Geld erhältlich. Die Brillen gibt es in verschiedenen Größen, von überdimensional groß bis winzig klein für die jungen Narren, und in den unterschiedlichsten Farben – auch in denen der Deutschlandfahne.

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Wo man in Witten Karneval feiern kann
Wo man in Witten Karneval feiern kann

Stockum ist Wittens „Karnevalshochburg“: Für den Rosenmontagszug (8. Februar, 13 bis 14.30 Uhr) wird für Festwagen, Fußgruppen, Jecke die Hörder Straße gesperrt. Benötigt werden noch Kamellespenden, die bei „Lesen und Schreiben Gronau“, Hörder Straße 340,, in der OGS der Harkortschule und im Kindertreff Hörder Str. 304 abgegeben werden können. Nach dem Rosenmontagszug gibt es Programm an der Harkortschule.

Der Sozialverband Deutschland lädt zu seiner Karnevalsfeier an Weiberfastnacht im Saalbau ein. Die Veranstaltung, an der jährlich fast 400 Jecken teilnehmen, findet am Donnerstag, 4. Februar, um 15 Uhr statt. Für 9,50 Euro gibt es Verzehrgutscheine in der Geschäftsstelle, Hauptstraße 80, 12858.

Die Wittener Werkstadt bietet fast täglich Programm: Eine Weiberfastnachtsparty ab 16 Uhr und einer „Trash-Party“ am Samstag ab 22 Uhr. Am Familiensonntag, 7. Februar, findet der Kinderkarneval mit der Zirkusgruppe „Ratzfatz“ statt. Im Jugendcafé Treff gibt es am Rosenmontag eine Kostümparty.

Aber: Hauptsache bunt! Das weiß auch Filis, eine Mitarbeiterin des Hirschfelder Stoffmarktes am Berliner Platz: „Viele Leute nähen sich ihr Kostüme auch selbst. Vor allem die Erwachsenen kaufen bunten Stoff, um für ihre Kinder etwas anzufertigen.“ Oft werden die Ideen aus den Geschäften aufgegriffen und mit persönlichen Details verfeinert.

Wer nicht selbst zu Nadel und Faden greifen möchte, der geht shoppen, zum Beispiel bei Gassmann. Das Kaufhaus an der Bahnhofstraße bietet Verkleidungen für Groß und Klein. „Bei den Jungs sind die altbekannten Ganzkörperanzüge die Favoriten. Etwa die Ninjakostüme oder die Polizistenuniform. Die Prinzessinenkleider sind bei den Mädchen immer noch der Renner, meistens mit dazugehörigem Krönchen“, verrät Tomres Dogan. Diese sind jetzt neuerdings auch in blau erhältlich – für die kleinen Fans von „Die Eiskönigin“.

Allerdings werde auch immer mehr auf den Preis geachtet, nächstes Jahr müsse schließlich ein neues Outfit her. „Ich selbst verkleide mich nicht so gerne. Ich gucke mir lieber die tollen Kostüme der anderen Leute an“, gibt die 43-Jährige zu.

Zweiteiler mit Minions

Bei H&M in der Stadtgalerie gibt es Zweiteiler, in denen man aussieht wie einer der knallgelben Minions – empfiehlt eine Verkäuferin. Ebenfalls vorhanden sind dort Ganzkörperanzüge zahlreicher Superhelden, wie Spiderman, in blau-rot und in schwarz, oder Iron Man und Captain America.

Auffällig ist, dass eher die jungen Wittener früh zu den ausgefallenen Kostümen greifen. Den Erwachsenen reichen oftmals schon Perücken, farbige Kontaktlinsen oder eine schicke Maske, um die Feierlaune zu entfachen.

Auswärts feiern im warmen Plüschkostüm

Für den Straßenkarneval – also draußen, bei frostigen Temperaturen – bieten sich die herrlich weichen Plüschanzüge an. Egal ob Eisbär, Ente, Zebra oder Bierfass, sie halten warm. „Gerade für Babys und Kleinkinder gibt es tolle Verkleidungen, wie den süßen Pinguin“, so Oliver Klein, Geschäftsführer von Galeria Kaufhof.

Außerdem seien in dieser Session Kostüme der Figuren aus dem neuen „Star-Wars“-Film im Trend. Die beiden Bösewichte, Kylo Ren und Darth Vader haben die Nase vorn. Besonders gefragt seien außerdem Partnerlook-Kostüme. Karneval-Klassiker wie Robin Hood und Pirat gibt es für Damen in den Varianten „Robina“ oder „Piratin“. Oliver Klein empfiehlt außerdem für Damen die Banane: Die ganz in Gelb gehaltene Verkleidung ist über der Taille mehrfach eingeschnitten und kann heruntergeklappt werden. Darunter versteckt sich ein figurbetontes Kleid. Den passenden Haarreif gibt’s übrigens auch dazu . . .

Lilli Becker

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http://www.derwesten.de/staedte/witten/wittener-koennen-als-boese-jungs-ins-naerrische-treiben-ziehen-id11478893.html
2016-01-19 19:09
Witten