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Wittener Jusos greifen Junge Union an: Rechte Taten verharmlost

01.02.2016 | 17:26 Uhr
Wittener Jusos greifen Junge Union an: Rechte Taten verharmlost
Die als linksextremistisch eingestufte MLPD war auf der Demo gegen Gewalt und Rassismus ebenso wie die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) vertreten.Foto: Thomas Nitsche

Witten.  Nach der Kritik an der Beteiligung Linksextremer am Aufruf einer Demot, halten Wittens Jusos der Jungen Union Verharmlosung rechter Taten vor.

Die Jusos werfen der Jungen Union vor, sie wollten rechtsextreme Taten „auf Kosten der bürgerlich getragenen Demonstration“ am letzten Freitag (29.1.) verharmlosen.

Anlass ist die am Montag auf waz.de veröffentlichte Kritik des Unionsnachwuchses an der Beteiligung von linksextremen Gruppierungen an der Demo und dem Aufruf dazu. Diese Organsisationen seien nicht besser als die AfD, die in dem Aufruf zur Demo „zerrissen“ worden sei, hatte JU-Vorsitzender Max Lietz argumentiert. Nun der Konter der Jusos.

Jusos: Junge Union und CDU gar nicht bei Demo dabei

„Es muss einen nachdenklich machen, wenn die Jugendorganisation einer demokratischen Partei versucht, aus einer angespannten Lage politisches Kapital zu schlagen“, sagt Vorsitzender Philip Raillon. Die Wittener Jusos teilten keineswegs die Positionen des SDAJ oder der MLPD, erklärt er. Doch anders als die JU oder CDU hätten diese an der Demonstration gegen Gewalt und Fremdenhass teilgenommen. Raillon: „Offenbar war sich die Junge Union zu schade dafür und versucht das jetzt zu vertuschen.“

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Dass von der SDAJ, wie von der JU behauptet werde, politische Werbung an Schulen gemacht worden sei, ist den Jusos Witten nach eigenen Angaben nicht bekannt. „Rechte Parolen und fremdenfeindliche Aufkleber im gesamten Stadtgebiet dagegen zuhauf.“ Die stellvertretende Vorsitzende, Jasmin Halilovic: „Es ist unerträglich, dass hier „linke Schmierereien“ gegen brennende Flüchtlingsheime ausgespielt werden. Offenbar versucht die JU Witten hier aber auch davon abzulenken, dass eigene Mitglieder in der jüngsten Vergangenheit zu extremeren Parteien und Organisationen übergelaufen sind.“

„Endlich mit Brandstiftern von Rechts beschäftigen“

Die Jusos Witten beobachten diese Entwicklungen, wie sie betonen, „mit großer Sorge“. Sie würden es begrüßen, wenn sich die Junge Union nicht mehr mit angeblichen Gefahren von Links, sondern „endlich mit Brandstiftern von Rechts beschäftigen würde“. Eine Demonstration gegen Fremdenhass, wie am letzten Freitag, hätte dafür ein erster Schritt sein können, meint der SPD-Nachwuchs.

Stattdessen versuche die Junge Union nachträglich, eine wichtige Veranstaltung, an der so viele bürgerliche Organisationen wie seit langem nicht mehr beteiligt gewesen seien, schlecht zu reden. „Das ist nicht nur schlechter Stil – das ist gar peinlich“, so die Jusos.

Kommentare
02.02.2016
12:40
Anmerkung
von TimoTasche | #10

Was hat den nun Ernesto Rafael Guevara de la Serna und die Marxistisch-Leninistische Partei mit einem Brand in Bochum-Witten am Annener Berg zu tun?...
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http://www.derwesten.de/staedte/witten/wittener-jusos-junge-union-verharmlost-rechte-taten-id11517192.html
2016-02-01 17:26
Witten, Flüchtlinge, Rechtsextremismus, Linksextremismus, Jusos, Junge Union
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