Wittener Initiative ruft zu Demonstration gegen Rechts auf

Auch im September gingen die Wittener nach dem Brandanschlag auf das Flüchtlingsheim Bommerholz auf die Straße.
Auch im September gingen die Wittener nach dem Brandanschlag auf das Flüchtlingsheim Bommerholz auf die Straße.
Foto: Funke Foto Services
Demo gegen Gewalt und Rassismus: Nach dem Brandanschlag auf eine neue Flüchtlingsunterkunft ruft ein breites Bündnis zur Demo am Freitag (29.1.) auf.

Witten.. Zum zweiten Mal gehen die Wittener nach einem Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft auf die Straße. Für Freitag (29.1.) planen Wittener Parteien, Vereine, Gewerkschaften und Initiativen einen Marsch durch die Innenstadt. Er beginnt um 17.30 Uhr vor dem Hauptbahnhof und endet mit einer Kundgebung auf dem Rathausplatz. „Gegen Gewalt und Rassismus“ lautet das Motto.

Zu den Unterzeichnern gehören auch der Evangelische Kirchenkreis Hattingen-Witten und das Institut für Waldorfpädagogik, wo der Brand gelegt wurde. Superintendent Ingo Neserke erteilt „allen Einschüchterungsversuchen eine klare Absage“. „Es gehört zu unserem christlichen Selbstverständnis, Menschen aufzunehmen, sie zu begleiten und ihnen zu helfen, wenn sie in Not geraten sind“, erklärt er. Und: „Unsere Solidarität gilt den Flüchtlingen – jetzt erst recht.“

„Mahnläuten“ der Johanniskirche begleitet Kundgebung

Ein „Mahnläuten“ der Johanniskirche soll die Kundgebung auf dem Rathausplatz begleiten. Anschließend können Teilnehmer dort eine Kerze anzünden – „um zu zeigen, dass Witten kein finsterer Ort ist“, wie es in dem Aufruf heißt..Die Unterzeichner sind „zutiefst bestürzt über diese abscheuliche Tat“ und verurteilen sie aufs Schärfste. Wörtlich heißt es: „Menschen, die aus Kriegsgebieten und Not in unser Land kommen, haben unseren Schutz verdient. Asyl ist ein Menschenrecht und nicht verhandelbar – schon gar nicht mit Mitteln wie Gewalt und Terror.“

Leider sei der erneute Anschlag nur ein weiterer in einer nicht enden wollenden Welle von Anschlägen und Gewalttaten gegen Geflüchtete und ihre Unterkünfte. Die vom Innenminister veröffentlichten Zahlen sprächen von einem Anstieg von Angriffen in NRW um das Achtfache (2014: 25, 2015: 214).

„Rassismus hat keinen Platz in Parlamenten und auf unseren Straßen“

Die Unterzeichner des Demo-Aufrufs betrachten diese Entwicklung mit immer größerer Sorge. Sie schreiben: „Rechter Terror und beängstigend hohe Umfragewerte für eine offen rassistische Partei wie die AfD zeigen, wie fragil der öffentliche Frieden ist. Es ist an uns Demokraten, uns gegen diese immer größer werdenden rechtsextremistischen Tendenzen zu stellen und klarzumachen, dass Rassismus und Menschenfeindlichkeit keinen Platz haben. Weder in unseren Parlamenten noch auf unseren Straßen.“

Das Bündnis ruft alle Wittener dazu auf, am Freitag (29.1.) ein „Zeichen gegen den rechten Hass zu setzen“.

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