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Wittener helfen bei Schulbau in Ostafrika

16.03.2016 | 17:24 Uhr
Wittener helfen bei Schulbau in Ostafrika
Im Norden Äthiopiens sorgt die Durumba-Schule zukünftig für die Bildung von 480 Schülern.Foto: Etiopia-Witten e.V.

Witten.   Mitglieder des Vereins Ethiopia-Witten weihten ein neues Gebäude aus Spenden ein. Pensionierte Lehrerinnen wollen Kräfte vor Ort ausbilden.

Die Mitglieder von Ethiopia-Witten sind nach ihrer Mission in Ostafrika an die Ruhr zurückgekehrt. Zehn Tage waren sie in im Norden Äthiopiens unterwegs, unter anderem, um eine auf ihre Initiative entstandene Schule einzuweihen.

„Jeder Cent ist verbaut worden“, sagt Vorsitzender Dr. Ahmedin Idris, der den Verein vor vier Jahren gemeinsam mit befreundeten Ärzten aus Witten und Münster ins Leben rief.

Während er sich zu Beginn vor allem um die Verbesserung der medizinischen Versorgung in der Provinz Tigray im Norden des Landes an der Grenze zu Eritrea kümmerte, weitete der Verein seine Unterstützung schnell auch auf andere Bereiche – auf die Organisation der Gesellschaft– wie Idris es nennt, aus. Dabei steht Wissenvermittlung im Zentrum ihrer Bemühungen. „Bildung ist einfach genauso wichtig und essenziell zum Überleben, wie Wasser“, sagt Sabine Schmelzer, Lehrerin im Ruhestand und Mitglied der Delegation „Education“.

Hoffnung für die Bevölkerung

In Äthiopien sind Schulen in ländlichen Regionen aus Ermangelung an Gebäuden, häufig so organisiert, dass die Schüler unter Bäumen lernen. Die bieten Schutz vor der gnadenlos niederbrennenden Sonne. Auf Steinen sitzend arbeiten sie um eine Tafel gruppiert. Wandert die Sonne im Lauf des Tages, wandert auch die Schulklasse, immer dem Schatten hinterher. 128 solcher Baumschulen gab es bisher allein in Nord-Äthiopien.

Mithilfe von Spenden konnte der Verein in Kooperation mit der Tigray Development Association und der Universität der Provinzhauptstadt Mekele jetzt ein erstes Schulgebäude mit vier Klassenzimmern für insgesamt 480 Schüler aus dem Umkreis von etwa zehn Kilometern, einweihen. Für ein zweites, etwa 50 Kilometer südlich gelegen, wurde der Grundstein gelegt. Das Gebäude kostete 25 000 Euro, die durch Spendenläufe der Holzkamp-Gesamtschule und viele Einzelzuwendungen aufgebracht wurden. Die Einrichtung, die in etwa zwei Monaten komplett fertig gestellt sein wird,

Die Delegation des Vereins brachte Farben mit nach Äthiopien, um die Steine, auf denen die Schüler zuvor unter dem Baum gesessen hatten, zu bemalen.

weitere 7000 Euro.

Unterrichtsmaterial, Bücher und Schulungen

„Wir möchten der Bevölkerung dort eine Hoffnung geben“, sagt Ahmedin Idris, „und dafür die Infrastruktur aufbauen, die sie brauchen, um zuhause bleiben zu können.“ Das sei Hilfe zur Selbsthilfe, die Schrittchen für Schrittchen verwirklich werde.

Als nächstes Schrittchen möchte der Verein Bücher. Unterrichtsmaterialien und auch Computer für die Schule anschaffen. Außerdem plant die Gruppe engagierter ehemaliger Lehrerinnen Nachschulungen für die Lehrkräfte vor Ort.

Kristina Gerstenmaier

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2016-03-16 17:24
Witten