Wittener Glocken-Rock in Erlöserkirche begeisterte

Mitglieder des Rock Orchesters Ruhrgebeat in Aktion.
Mitglieder des Rock Orchesters Ruhrgebeat in Aktion.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Das Rock Orchester Ruhrgebeat trat erstmals in der Erlöserkirche auf. Und das Publikum war höllisch begeistert.

Witten..  Allererste Sahne bot der „Glocken-Rock“ auf dem „Highway to Hell“ in der Annener Erlöserkirche: Das Rock Orchester Ruhrgebeat (ROR) raste u.a. mit dem AC/DC-Hard-Rock-Hit drei Stunden lang höllisch gut in die Gehörgänge der rund 300 Zuschauer. Wie auch mit Udo Jürgens’ fetzig intoniertem Evergreen „Aber bitte mit Sahne“.

Diese ROR-Premiere in Witten wurde zurecht mehrfach mit stehenden Ovationen gefeiert. Ob Queen- und Michael-Jackson-Medley oder „Rosanna“, „Angels“ und „Hey Jude“: Alles wurde mit exzellenten Stimmen und einem tollen, mit vielen Streichern besetzten Mini-Orchester klangvoll ins große Kirchenschiff entlassen. Dort entlud es seine ganze Kraft.

Mit kleiner Besetzung unterwegs

Dabei war das farbig illuminierte Orchester, das ansonsten mit seinen insgesamt 30 Sängern große Hallen wie die Essener Gruga füllt, nur mit einer kleinen Besetzung unterwegs. Mehr als die neun Vokal-Könner und die kleine, exquisit besetzte Band hätten im Chor der Kirche ohnehin nicht Platz gehabt.

Aber schon diese Minimal-Aufstellung vollbrachte Großes und das Kirchenschiff vom ersten Ton des Madonna-Hits „When You Call My Name“ an, mächtig in Stimmung. „Da muss man einfach mit“, war von Damen im besten Alter zu hören. Sie erhoben sich mehrfach von ihren Sitzen, tanzten am Ende nur noch ausgelassen mit.

Unter der musikalischen Leitung des Pianisten Wolfgang Wilger boten die Hobby- und Profi-Musiker mit zum Teil großer Musical-Erfahrung, eine fast perfekte Vorstellung. Einzig die leichte Ton-Übersteuerung zu Beginn trübte den sehr guten Gesamteindruck ein wenig.

Ansonsten boten die völlig herausragende Cellistin Sylwia Kessels, der extravagant spielende Saxofonist Klaus Dapper und „Teufels-Gitarrist“ Paul Neumann, der die Saiten auch hinter seinem Kopf exzellent ausflippen ließ, ein Spektakel vom Feinsten. Da war dann auch das Udo-Jürgens-Medley in bester Rock-Manier allererste Sahne.