Wittener gibt Fälschung von 12 500 Euro zu

Vor dem Amtsgericht gab ein 32-Jähriger am Mittwoch, 28. Januar 2015, zu
Vor dem Amtsgericht gab ein 32-Jähriger am Mittwoch, 28. Januar 2015, zu
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Angeblich jedoch soll es sich um „Spaßgeld“ gehandelt haben, mit dem er seine damalige Freundin beeindrucken wollte. Version scheint ziemlich fraglich

Witten..  Ein 32-Jähriger soll insgesamt 12 500 Euro gefälscht und teilweise in Umlauf gebracht haben. Vor dem Amtsgericht gab er am Mittwoch, 28. Januar 2015, zu, 100-Euro-Scheine kopiert zu haben – angeblich aber nur als „Spaßgeld“. Doch seine Version scheint ziemlich fraglich zu sein.

Im Mai 2013 war die Polizei zur Wohnung des Angeklagten und seiner damaligen Lebensgefährtin nach Heven gerufen worden. Es ging um eine Auseinandersetzung. Dabei machten die Beamten in einer Tasche des Elektroinstallateurs eine interessante Entdeckung: Etliche 100-Euro-Scheine – insgesamt 123 – waren darin verstaut. Es handelte sich um Blüten. Und zwar ziemlich stümperhaft gemachte: Der Angeklagte räumte ein, sie zuhause kopiert zu haben. Laut Polizei waren sie schlecht geschnitten und sahen „unwirklich“ aus. Nach Einschätzung eines Experten waren die Blüten aber so gut, dass sie im Zahlungsverkehrkehr laufen würden, also für echt gehalten werden könnten.

Zwei der Scheine bei Dealer aus Dortmund sichergestellt

Von der Absicht, das Geld in den Verkehr zu bringen, wollte der Angeklagte nichts wissen. Seine Freundin habe ihn verlassen, weil er zu wenig Geld mit nach Hause bringen würde. Da habe er ihr es zeigen wollen – mit einem Foto, auf dem er mit den Hundertern posiert.

Pikant: Zwei der Scheine mit derselben Seriennummer waren bei einem Dortmunder Dealer sichergestellt worden. Warum die Scheine von beiden Seiten bedruckt waren, obwohl sie nur für ein Foto gedacht gewesen sein sollen, blieb unklar. Die Blüten lagern bei der Bundesbank, sollen für den Prozess angefordert werden. Auch soll der Dealer zu Wort kommen.