Wittener Friseurmeister möchte Parkplätze vor der Salontür

Thomas Tyburzy vor seinem Salon an der Wittener Pferdebachstraße. „Ich habe schon Kunden verloren, weil sie hier nicht parken können“, so der 49-Jährige.Foto: Thomas Nitsche - Funke Foto Services
Thomas Tyburzy vor seinem Salon an der Wittener Pferdebachstraße. „Ich habe schon Kunden verloren, weil sie hier nicht parken können“, so der 49-Jährige.Foto: Thomas Nitsche - Funke Foto Services
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Thomas Tyburzy hat einen Friseursalon an der Pferdebachstraße. Er möchte, dass die Stadt vor seinem Geschäft zwei Kunden-Parkplätze schafft.

Witten..  Vor einem halben Jahr, sagt Thomas Tyburzy, habe er der Verkehrsabteilung der Stadt einen Brief geschrieben. Der Grund: Vor seinem Friseursalon an der Pferdebachstraße benötige er dringend Parkplätze. Reagiert habe die Stadt auf seine Bitte bislang nicht. Tyburzy: „Das finde ich ziemlich traurig. Schließlich habe ich schon Kunden verloren, weil die Leute bei mir nicht parken können.“

Die Verkehrsabteilung will keinen Brief erhalten haben. Ihr Leiter, Frank Racherbäumer, versprach auf Nachfrage dieser Zeitung jedoch, sich um den Fall zu kümmern. Friseurmeister Tyburzy, Chef von „Tommy’s Hair Cut“, soll sein Anliegen noch einmal schildern. „Dann werden wir uns das vor Ort ansehen.“

Racherbäumer gibt zu, dass es schwierig sei, auf der Pferdebachstraße einen Parkplatz zu finden. Zum einen stellten dort Anwohner ihre Autos am Straßenrand ab. Racherbäumer: „Wir wollen ihnen die Parkplätze auch nicht wegnehmen.“ Zum anderen würden an der Pferdebachstraße auch viele Menschen parken, „die mit dem Evangelischen Krankenhaus zu tun haben“.

„So etwas ist immer eine Einzelfall-Entscheidung“

Was Friseur Tyburzy bestätigt. „Ich habe aber auch viele ältere, kranke und behinderte Kunden, die nicht erst weit laufen können, um zu mir zu kommen.“ Hielten Taxen in der zweiten Reihe auf der Fahrbahn, damit jemand aussteigen könne – was Taxen, laut Racherbäumer, im Unterschied zu Privatwagen dürfen – werde oft laut gehupt. Tyburzy: „Obwohl jeder sieht, dass da ein älterer Mensch aussteigt, der nicht schnell aus einem Auto springen kann.“

Die Parkplatznot, so der Friseur, führe dann eben auch dazu, dass Kunden wegblieben. Zwei Plätze, „etwa zum Be- und Entladen“, hätte er gerne vor seiner Salontür. Frank Racherbäumer: „Das ist ein Anliegen, das auch andere Geschäftsleute haben. So etwas ist immer eine Einzelfall-Entscheidung.“ Mitarbeiter der Verkehrsabteilung würden Tyburzys Wunsch prüfen. „Wir schauen uns die Parkplatzsituation dort zu verschiedenen Tageszeiten an.“