Wittener Erzieherinnen fahren zur Demo nach Köln

Nach dem Streik ist vor der Schlichtung: Diese Erzieherinnen gehören zur Komba-Gewerkschaft und beteiligten sich ebenfalls an dem Ausstand.
Nach dem Streik ist vor der Schlichtung: Diese Erzieherinnen gehören zur Komba-Gewerkschaft und beteiligten sich ebenfalls an dem Ausstand.
Foto: Funke Foto Services
Der Kita-Streik ist zwar erst einmal vorbei, demonstriert wird trotzdem. Am Samstag sind nicht nur Erzieherinnen zur Mitfahrt nach Köln aufgerufen.

Witten..  Die Gewerkschaften wollen auch nach dem vierwöchigen Kita-Streik den Druck aufrechterhalten. Ein Bus aus Witten fährt am Samstag (13.6.) zu einer Solidaritätskundgebung nach Köln. Dort wird unter dem Motto „Aufwerten jetzt – Wir bleiben dran!“ demonstriert.

Nach dem ver.di und die kommunalen Arbeitgeber in die Schlichtung gegangen sind, rufen die Gewerkschaften dazu auf die Solidarität mit den Beschäftigten in den sozialen und erzieherischen Berufen aufrecht zu erhalten. Am kommenden Samstag wollen sie unter dem Motto „Aufwerten jetzt – Wir bleiben dran!“ in Köln demonstrieren.

„An der Aufwertung der Berufung führt kein Weg vorbei“

DGB-Geschäftsführer Jochen Marquardt bittet die Mitglieder der Gewerkschaften, Eltern und interessierte Bürger, sich anzuschließen. „Nach vier Wochen Streik und Arbeitskampf bleiben wir bei unserer Solidarität mit den Beschäftigten. In der Schlichtung muss nun ein Ergebnis erreicht werden, das die Forderungen der Kolleginnen und Kollegen aufgreift. An der Aufwertung der Berufe geht kein Weg vorbei und das werden wir am Samstag deutlich machen.“

Die Demonstration beginnt um 11.15 Uhr an der Deutzer Werft und zieht in die Kölner Innenstadt. Auf dem Heumarkt wird zwischen 12 und 14 Uhr eine Kundgebung stattfinden. Als Hauptredner sprechen Andreas Meyer-Lauber (Vorsitzender des DGB NRW), Achim Meerkamp (ver.di-Vorstandsmitglied), Dorothea Schäfer (Vorsitzende der GEW NRW) sowie Andreas Kossiski (DGB Köln-Bonn). Für die humoristische Unterhaltung sorgt Comedian Lisa Feller.

„Anerkennung längst überfällig“

Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW, erklärt dazu: „Die Arbeit am Menschen muss aufgewertet werden. Seit Wochen kämpfen die Beschäftigten der sozialen und erzieherischen Berufe für die längst überfällige Anerkennung ihrer Arbeit. Dabei geht es auch um gerechte Bezahlung in typischen Frauenberufen. Am Samstag zeigen wir unsere Solidarität mit diesem Arbeitskampf. Wir wollen jetzt eine Aufwertung!“

Es werden Busse ab Witten und Hattingen nach Köln fahren. Witten: 9.00 Uhr, Gaststätte Goal (Westfalenstr. 75) und Hattingen: 9.00 Uhr, Alter ZOB, am Bunker. Anmelden können sich Interessierte beim Hagener DGB: anne.sandner@dgb.de oder 02331-386040.

Gewerkschaft: Bevölkerung zeigt Verständnis

Die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst finden für ihren Kampf um Anerkennung ihrer Arbeit laut Gewerkschaft breite Unterstützung: 69 Prozent der Bevölkerung äußerten aktuellen Umfragen zufolge Verständnis für die Streikenden. Die Gewerkschaften sind der Meinung, dass eine Aufwertung dieser sozialen Berufe überfällig ist. Dabei gehe es zugleich auch um die berechtigte Aufwertung typischer Frauenberufe.