Das aktuelle Wetter Witten 2°C
Loveparade

Wittener entgehen Katastrophe

25.07.2010 | 13:49 Uhr
Wittener entgehen Katastrophe
Mediziner versuchen am Samstag, 24.07.2010, auf der Duisburger Love Parade neben bereits mit Tüchern abgedeckten Leichen einen Verletzten zu reanimieren. Nach der Massenpanik bei der Loveparade in Duisburg mit 19 Toten und 342 Verletzten haben Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft am Sonntagmorgen die Planungsunterlagen zu der Techno-Party beschlagnahmt. Foto: Stephan Eickershoff/WAZ FotoPool Paramedics try to reanimate an injured man as bodies lie next to them on the Love Parade in Duisburg, Germany, saturday July 24, 2010. A mass panic broke out in a tunnel at a "Love Parade" techno music festival in Germany on Saturday.Overcrowding at the entrance tunnel to a former freight rail station where the event was being held sparked the stampede and then a crush among the mainly young festival-goers, police said. Photo: Stephan Eickershoff/WAZ PhotoPool The festival, which police said drew about 1.4 million people, was not immediately cancelled because authorities feared an abrupt halt could spark a second panic.

Witten.Auch in Witten ist die Erschütterung über die Katastrophe bei der Loveparade groß.

Ob unter den 19 Toten und über 300 Verletzen Opfer aus der Ruhrstadt sind, dazu konnte die Polizei bisher keine Angaben machen Abiturienten aus Witten entgingen nur knapp der Massenpanik auf dem Raver-Festival.

Die Gruppe war mittags in Duisburg angekommen und vom Hauptbahnhof aus gegen Viertel nach zwei Richtung Festivalgelände gelaufen. Da war es schon unglaublich voll. Für eine Wegstrecke von gerade mal 300 Metern benötigten sie über eine Stunde. Gegen halb fünf näherten sie sich jenem Tunnel, in dem weniger später eine Massenpanik ausbrach. Wegen der Überfüllung sei die Stimmung immer aggressiver geworden, erinnert sich einer der Teilnehmer aus Witten, die sich daraufhin zum Umkehren entschlossen - bevor sie überhaupt den Tunnel erreicht hatten.

Auf einem Ausweichweichgelände, dem Neudorfer Markt, blieben die Wittener einige Stunden, bevor sie wieder zum Hauptbahnhof zurückgingen.

Rettungskräfte aus Witten waren am Samstag ebenfalls einsatzbereit, nachdem die Landesregierung Einheiten des Katastrophenschutzes in ganz NRW alarmiert hatte. So wurde auch ein so genannter Patientransportzug aus dem EN-Kreis alarmiert. Er besteht aus jeweils vier Rettungs- und vier Krankenwagen und ist in der Lage, zehn Patienten zu befördern. Die Patiententransportzüge wurden nach Dortmund verlegt, mussten aber nicht ausrücken. In Witten waren darüberhinaus über 30 Rotkreuzler bis Mitternacht in der Annenstraße in Alarmbereitschaft. Thorsten Knopp wurde als Verbandsführer in die Einsatzleitung des Kreises entsandt.

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/3400670/create

Aktuelle Fotos und Videos
Schäden am Rathaus
Bildgalerie
Bauschäden
Die 5. Nacht der Offenen Kirchen
Bildgalerie
Kirchennacht
Deutschland vor...
Bildgalerie
Fan-Artikel
Aus dem Ressort
Leise bröckelt der Putz
Rathaus
Der vom Rande des Rathausdaches abgeplatzte Beton liegt noch auf dem Gehweg, der Bereich wurde großräumig abgesperrt. „Am Freitagnachmittag wurde per Gerüst ein Fußgängertunnel errichtet, damit die Leute wieder sicher hier hergehen können“, erklärt der städtische Bauleiter Udo Klapp (48).
Hunde, teuer
Debatte um Hundesteuer
In die Diskussion um die geplante Hundesteuer-Erhöhung von 50 Prozent kommt Bewegung. Sowohl die Steuerhöhe als auch der Fortfall der Ermäßigung bei bedürftigen Personen wurden im Sozialausschuss kritisiert.