Wittener entgehen Katastrophe
25.07.2010 | 13:49 Uhr 2010-07-25T13:49:00+0200
Witten.Auch in Witten ist die Erschütterung über die Katastrophe bei der Loveparade groß.
Ob unter den 19 Toten und über 300 Verletzen Opfer aus der Ruhrstadt sind, dazu konnte die Polizei bisher keine Angaben machen Abiturienten aus Witten entgingen nur knapp der Massenpanik auf dem Raver-Festival.
Die Gruppe war mittags in Duisburg angekommen und vom Hauptbahnhof aus gegen Viertel nach zwei Richtung Festivalgelände gelaufen. Da war es schon unglaublich voll. Für eine Wegstrecke von gerade mal 300 Metern benötigten sie über eine Stunde. Gegen halb fünf näherten sie sich jenem Tunnel, in dem weniger später eine Massenpanik ausbrach. Wegen der Überfüllung sei die Stimmung immer aggressiver geworden, erinnert sich einer der Teilnehmer aus Witten, die sich daraufhin zum Umkehren entschlossen - bevor sie überhaupt den Tunnel erreicht hatten.
Auf einem Ausweichweichgelände, dem Neudorfer Markt, blieben die Wittener einige Stunden, bevor sie wieder zum Hauptbahnhof zurückgingen.
Rettungskräfte aus Witten waren am Samstag ebenfalls einsatzbereit, nachdem die Landesregierung Einheiten des Katastrophenschutzes in ganz NRW alarmiert hatte. So wurde auch ein so genannter Patientransportzug aus dem EN-Kreis alarmiert. Er besteht aus jeweils vier Rettungs- und vier Krankenwagen und ist in der Lage, zehn Patienten zu befördern. Die Patiententransportzüge wurden nach Dortmund verlegt, mussten aber nicht ausrücken. In Witten waren darüberhinaus über 30 Rotkreuzler bis Mitternacht in der Annenstraße in Alarmbereitschaft. Thorsten Knopp wurde als Verbandsführer in die Einsatzleitung des Kreises entsandt.
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