Wittener Dorfschänke hat neue Pächter

Will der Dorfschänke wieder Leben einhauchen: Marko Kraus ist neuer Pächter der Traditionskneipe.
Will der Dorfschänke wieder Leben einhauchen: Marko Kraus ist neuer Pächter der Traditionskneipe.
Foto: FUNKE Foto Service
Was wir bereits wissen
Die Rüdinghauser Dorfschänke hat neue Pächter. Die Traditionskneipe soll Ende Februar wieder öffnen. Bis dahin ist allerdings noch allerhand zu tun.

Witten..  „Die kleine Kneipe in unserer Straße . . .“ Peter Alexanders Ohrwurm hätte so weit prima zur Rüdinghauser Dorfschänke gepasst. Allerdings hätte er dann weitersingen müssen „ . . . ist leider zu“.

Doch die gute Nachricht lautet: Am 28. Februar soll die Traditionsschänke an der Kreisstraße 121 unter neuer Leitung wieder eröffnen. „Wir haben heute Morgen den Pachtvertrag unterschrieben“, sagte am Mittwoch Marko Kraus, der künftig mit seiner Lebensgefährtin Andrea Schulze-Rüßmann die Gaststätte führen wird.

Die Kneipe war im Dezember 2013 in die Negativ-Schlagzeilen geraten, weil eine verantwortliche Person die dortigen Sparclub-Kameraden um etwa 50 000 Euro geprellt haben soll.

Doch das ist längst Schnee von gestern. „Besonders, wenn Fußball übertragen wurde, war in der Kneipe ordentlich was los. Sowohl bei Spielen von Borussia Dortmund, als auch bei Welt- oder Europameisterschaften“, erzählt ein Nachbar. Aber dann soll sich der Pächter der Traditionsgaststätte mit dem Hausbesitzer überworfen haben. Etwa um die Weihnachtszeit seien in der Dorfschänke die Lichter ausgegangen.

Der Liebe wegen nach Witten gezogen

Vorläufig. Denn: „In vier Wochen muss hier alles fertig sein“, hat Marko Kraus die Wiedereröffnung fest angepeilt. Der 44-Jährige weiß aber auch: „Hier ist noch ordentlich was zu tun.“ So müsse unter anderem das stellenweise blinde Fensterglas der Kneipe ersetzt werden, oder es fehlten einige Fliesen im Toilettenraum, nennt er Beispiele für die Renovierungsarbeiten der nächsten Tage. Etwa 60 bis 70 Quadratmeter groß sei die Wirtschaft. Ihr ist eine Wohnung angeschlossen, die er als Büro nutzen will.

„Viele Rüdinghauser fragen schon, ob und wie es mit der Dorfschänke weiter geht“, erzählt Kraus, der ursprünglich ein „Dortmunder Junge“ ist, und nun mit seiner Familie in Annen wohnt. „Ich bin der Liebe wegen hierher gezogen“, meint er schmunzelnd. Um der Kneipe wieder neues Leben einzuhauchen, setzt er besonders auf seine Lebensgefährtin: „Sie hat viel Erfahrung in der Gastronomie, hat früher in der Schindelhütte, im Matchball und in der Alten Zeit gearbeitet“.

Das lässt ja für die Zukunft der Dorfschänke hoffen. Damit ein Prost auf Rüdinghausens Traditionspinte.