Wittener Bürgermeisterin am 23. April vor Schiedskommission

Kostet sie ihre dritte Bürgermeisterkandidatur die Mitgliedschaft in der SPD? Sonja Leidemann kandidiert aus dem Amt heraus, offizieller Kandidat der SPD ist ihr Erster Beigeordneter Frank Schweppe.
Kostet sie ihre dritte Bürgermeisterkandidatur die Mitgliedschaft in der SPD? Sonja Leidemann kandidiert aus dem Amt heraus, offizieller Kandidat der SPD ist ihr Erster Beigeordneter Frank Schweppe.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Ob Bürgermeisterin Leidemann in der SPD bleibt, entscheidet sich am 23. April. Dann tagt die Schiedskommission des Unterbezirks. Es wird spannend.

Witten.. Bürgermeisterin Sonja Leidemann muss sich am Donnerstag, 23. April, vor einer Schiedskommission des SPD-Unterbezirks wegen ihres Parteiausschlussverfahrens verantworten.

Der Antrag, die Spitzengenossin nach über 20 Jahren aus der SPD zu werfen, stammt vom Ortsverein Heven. Er bezieht sich dabei auf die Parteistatuten, gegen die Leidemann mit der Bekanntgabe ihrer Bürgermeisterkandidatur für die Wahl am 13. September verstoßen habe. Laut Organisationssstaut der SPD ist es einem anderen Parteimitglied verboten, gegen einen von der Partei bereits nominiertes Kandidaten anzutreten. Nun argumentiert Leidemann, sie habe ihren Hut schon in den Ring geworfen, als Frank Schweppe seine Kandidatur noch gar nicht angemeldet habe.

Der Antrag, die Bürgermeisterinnach über 20 Jahren aus der Partei auszuschließen, wird von der EN-SPD unterstützt. Die sechsköpfige Schiedskommission, der auch Ex-Landtagspräsident Ulrich Schmidt und der ehemalige Hattinger Bürgermeister Dieter Liebig angehören, entscheidet direkt nach der Anhörung. Dann wird Leidemann das Ergebnis mitgeteilt. Als Person ihres Vertrauens darf ihr Vorgänger Klaus Lohmann sie begleiten.