Wittener Bündnis will Löcher auf der „Sprockhöveler“ flicken

Immer nur Flickschusterei: Die Sprockhöveler Straße bräuchte wie so viele Fahrbahnen in Witten eine richtige Sanierung. Die eigentlichen Schäden liegen im Unterbau. Archivf
Immer nur Flickschusterei: Die Sprockhöveler Straße bräuchte wie so viele Fahrbahnen in Witten eine richtige Sanierung. Die eigentlichen Schäden liegen im Unterbau. Archivf
Foto: WAZ
Die Koalition will zumindest die schlimmsten Schlaglöcher auf der Sprockhöveler Straße reparieren lassen. Geld für eine wirkliche Sanierung fehlt.

Witten..  Ist schon wieder Wahlkampf? Drei Monate vor der Bürgermeisterwahl richtet das Bündnis seinen Blick erneut auf die kaputten Straßen, für deren Sanierung die SPD im letzten Kommunalwahlkampf eine Million Euro extra in Aussicht gestellt hatte. Aktuell widmet sich die Koalition der Schlaglochpiste der Sprockhöveler Straße.

Die Fahrbahn sei eine Zumutung, erklärt die „Groko“, was für Autofahrer oder Anwohner nichts Neues sein dürfte. Selbst „Tempo 10“-Schilder waren auf den schlimmsten Teilstücken schon aufgestellt worden. Das Bündnis wolle diese Zustände nicht länger hinnehmen, heißt es nun. Für den nächsten Verkehrsausschuss nach den Sommerferien wurde ein Antrag auf den Weg gebracht, der „dringend erforderliche Reparaturen rasch ermöglichen soll“.

„Geld für die schlimmsten Abschnitte freigeben“

„Wir wollen, dass wenigstens für die am schlimmsten betroffenen Straßenabschnitte Geld freigegeben wird“, erklärt SPD-Fraktionsvize Willi Humberg. Nach seinen Vorstellungen sollen mit quadratmetergroßen Flicken wenigstens die gröbsten Unebenheiten beseitigt werden.

Bei den Arbeiten müsse unbedingt Sorge getragen werden, dass sie die Förderfähigkeit der geplanten Gesamtmaßnahme zu Umbau und Sanierung nicht gefährden, so die Koalition. Für den Sommer habe die Entwässerung Stadt Witten (ESW) zudem Kanalbauarbeiten angekündigt.

Immer wieder Beschwerden von Bürgern

Die Ausbesserungsarbeiten sollen sich nach dem ausdrücklichen Wunsch von SPD und CDU aber nicht auf diesen Bereich beschränken: „Es haben sich immer wieder Bürger bei uns über den Zustand der Straße beschwert.“ Ihnen sei es nicht zuzumuten, dass alles unverändert bleibt, bis Mittel für die Komplettsanierung zur Verfügung stehen.

Wann das der Fall ist, steht noch in den Sternen. Die Stadt hat für verschiedene Straßen, allen voran der fast zehn Millionen Euro teure Umbau der Pferdebachstraße, Förderanträge gestellt. Doch noch steht kein Millionen-Scheck in Aussicht. „Das Gemeindefinanzierungsgesetz läuft aus, Ich weiß nicht, wie es mit der Förderung weitergeht“, erklärt der scheidende Stadtbaurat Markus Bradtke.

Förderung völlig ungewiss

Für die Pferdebachstraße habe man fest mit einer Bewilligung im nächsten Jahr gerechnet. Doch auch die Bezirksregierung könne derzeit nichts Konkretes sagen. Jahr für Jahr werde geschoben. Und: Die Sprockhöveler Straße steht ohnehin nicht ganz oben auf der Liste.

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