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Gericht

Wittener Besitzer von Kinderpornos verurteilt

20.01.2015 | 14:36 Uhr
Wittener Besitzer von Kinderpornos verurteilt
Foto: INGO OTTO

Witten.   Das Bochumer Amtsgericht hat einen Wittener wegen Besitzes von Kinderpornos zu sechs Monaten auf Bewährung und 2000 Euro Geldstrafe verurteilt.

Zu einem halben Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung und einer Geldstrafe in Höhe von 2000 Euro hat das Bochumer Amtsgericht am Dienstag (20.1.) einen Wittener wegen Besitzes von Kinderpornos verurteilt. Der unter anderem wegen Betruges vorbestrafte 51-Jährige hatte reihenweise Dateien aus dem Internet heruntergeladen: Insgesamt sammelte er laut Anklage auf einem USB-Stick 6000 Bilder und 160 Videos von Kindern und Jugendlichen.

Die Dateien lud sich der Wittener laut Staatsanwaltschaft über ein einschlägiges Portal herunter. Was er nicht wusste: Die Seite wurde vom Landeskriminalamt beobachtet, so dass die Ermittler dem Bauzeichner auf die Schliche kamen. Bei einer Wohnungsdurchsuchung soll der verheiratete Mann sofort mit der Polizei zusammengearbeitet und den USB-Stick ausgehändigt haben.

Keine Verbreitung von Kinderpornos

Sein Glück war letztlich, dass er die Dateien nicht – wie sonst bei vielen solcher Portale üblich – durch den Besitz auf dem Computer automatisch anderen zum Herunterladen angeboten hatte. Dann wäre es nicht nur um Besitz, sondern auch um Verbreitung von kinderpornografischem Material gegangen. In diesem Fall wäre auch eine Haftstrafe bis zu drei Jahren möglich gewesen.

Das Urteil erging per Strafbefehl, da der Angeklagte vor Gericht nicht erschien. Über einen Strafbefehl kann ein Gericht auch ohne dessen Anwesenheit ein Urteil erlassen. Gegen die verhängten sechs Monate auf Bewährung kann der 51-Jährige nun noch Einspruch einlegen. Dann würde der Prozess von Neuem beginnen. Ob er dann erscheint?

Dreimal nicht vor Gericht erschienen

Bei bislang drei Anläufen hat sich der Wittener nie im Gericht blicken lassen. Einmal fehlte er entschuldigt, einmal suchte die Polizei ihn per Haftbefehl – er konnte sich aber wieder (nachträglich) entschuldigen. Am Dienstag fehlte er ohne Begründung. Dass der 51-Jährige gegen das Urteil Einspruch einlegt, gilt als unwahrscheinlich: Die Strafe gilt als milde. „Wenn es zur Verhandlung gekommen wäre, wäre die Strafe wohl höher ausgefallen“, glaubt ein Prozessbeteiligter.

Dennis Sohner

Kommentare
20.01.2015
15:15
Wittener Besitzer von Kinderpornos verurteilt
von someone | #1

51 Jahre, vorbestraft, Kinderpornos herunter geladen: 0.5 Jahre Bewährung + 2000€
20 Jahre, nicht vorbestraft, Filme herunter geladen: 2 Jahre...
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Wittener Besitzer von Kinderpornos verurteilt
Wittener Besitzer von Kinderpornos verurteilt
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2015-01-20 14:36
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