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Wittener als Gerichtspräsident verabschiedet

20.01.2016 | 16:44 Uhr
Wittener als Gerichtspräsident verabschiedet
Der Ruheständler und sein Nachfolger (v.li.): Ulrich Morgenstern und Jürgen Jaenecke mit NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD).Foto: Ted Jones

Witten.   Ulrich Morgenstern verlässt das Arnsberger Verwaltungsgericht und geht in den Ruhestand.

Der Wittener Dr. Ulrich Morgenstern, Präsident des Verwaltungsgerichts in Arnsberg, ist jetzt in den Ruhestand gegangen. In einer Feierstunde verabschiedete ihn Nordrhein-Westfalens Justizminister Thomas Kutschaty (SPD).

Seit Juni 1993 leitete Morgenstern das Verwaltungsgericht, bereits die ersten Jahre seiner Amtszeit waren vor allem von einer hohen Zahl an Asylverfahren geprägt. So gingen dort allein 1993 und 1994 mehr als 11 000 Rechtsschutzanträge ein, über die Hälfte davon waren Asylverfahren. Diese Zahlen sind seither, trotz des Anstiegs durch die jüngste Flüchtlingswelle, beim Verwaltungsgericht nie wieder erreicht worden.

Im Erzgebirge geboren

Doch nicht nur in Arnsberg hat sich Morgenstern, der 1950 in Clausnitz im Erzgebirge geboren wurde und in Bottrop seine Schulzeit verbrachte, engagiert. Er arbeitete in verschiedenen juristischen Arbeitsgruppen auf Landes- und Bundesebene mit, war Vorsitzender eines Prüfungsausschusses im zweiten Juristischen Staatsexamen und unterstützte außerdem ehrenamtlich die Verwaltungskammer der Evangelischen Kirche von Westfalen. Dieses innerkirchliche Verwaltungsgericht hat er in den vergangenen zehn Jahren als Vorsitzender geleitet.

Seine Laufbahn begann Ulrich Morgenstern nach dem Studium in Bochum und den beiden juristischen Staatsprüfungen von 1977 bis 1981 als wissenschaftlicher Assistent an einem Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht der Ruhr-Universität Bochum. 1981 wechselte er in den Richterdienst, den er zunächst am Verwaltungsgericht Düsseldorf ausübte. Von 1985 bis 1988 arbeitete er beim NRW-Justizministerium und leitete dort ein Referat. Während dieser Zeit wurde er im September 1987 zum Richter am Oberverwaltungsgericht ernannt. Seit 1989 war er am Oberverwaltungsgericht in Münster tätig, an dem er auch Aufgaben in der Gerichtsverwaltung wahrnahm.

Sachverstand und Menschlichkeit

Seine Kollegen loben „neben seinem hohen juristischen Sachverstand“ vor allem, dass ihn „ein großes Maß an Menschlichkeit“ auszeichnete. Besonders prägend für seine Arbeit als Präsident des Verwaltungsgerichts sei ein Kompliment aus dem Mund eines unterlegenen Klägers, der verkündete: „Er spricht Recht und nicht nur ein Urteil.“ Ulrich Morgenstern ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Sein Nachfolger als Arnsberger Verwaltungsgerichtspräsident ist Jürgen Jaenecke, der zuvor vorsitzender Richter am Oberverwaltungsgericht in Münster war.

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2016-01-20 16:44
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