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Wittener äußert sich im Schläger-Prozess zu den Vorwürfen

16.02.2016 | 18:59 Uhr
Wittener äußert sich im Schläger-Prozess zu den Vorwürfen
Im Juli 2014 feierten die Wittener am Kornmarkt den WM-Titel der Fußballer. Nachts soll der 23-Jährige zwei Opfer krankenhausreif geprügelt haben.Foto: Jürgen Theobald

Witten.   Angeklagter (23) räumt ein, Frauen geschlagen und Polizist beleidigt zu haben. Anwalt spricht von widersprüchlichen Aussagen der Betroffenen.

Der 23-jährige Wittener, der sich seit Montag wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht verantworten muss, hat am zweiten Prozesstag einen großen Teil der gegen ihn erhobenen Vorwürfe bestätigt.

Wie berichtet, soll der Beschuldigte unter anderem einer jungen Passantin in der Straße „Im Örtchen“ ins Gesicht geschlagen und an ihrem Zopf gezogen haben. Dies soll er nun ebenso wie die Beleidigung gegen einen Polizeibeamten eingeräumt haben. Die ihm ebenfalls vorgeworfene „Widerstandshandlung“ gegen den Polizisten bestreitet der Angeklagte aber nach Angaben seines Anwalts Christoph Pindur.

Weitere Beschuldigungen im Zusammenhang mit seiner Ex-Freundin und deren beiden Freundinnen, die er geschlagen und getreten haben soll, soll der junge Mann zwar ebenfalls eingeräumt haben. Nach Aussage von Pindur äußerten sich die drei Frauen am Dienstag teilweise aber widersprüchlich. Es ging darum, ob und wo der Angeklagte sie geschlagen oder getreten hat. „Das Gericht hatte erhebliche Zweifel am Wahrheitsgehalt der Aussagen“, erklärte Pindur nach dem zweiten Prozesstag auf Anfrage unserer Redaktion. Ärztliche Atteste gibt es dem Verteidiger zufolge nicht. Deshalb könne das Gericht um Richter Josef Große Feldhaus ausschließlich die Aussagen bewerten.

Der Sachverständige, der am Dienstag sein Gutachten verlas, hat nach Angaben eines Gerichtssprechers festgestellt, dass Tritte gegen Kopf und Brustkorb grundsätzlich immer lebensgefährlich sein könnten. Das bedeute aber nicht, dass bei den Betroffenen zwangsläufig Lebensgefahr bestanden haben müsse. Der Tatbestand der gefährlichen Körperverletzung könne dennoch erfüllt sein.

Am Freitag (9 Uhr) wird der Prozess vor dem Bochumer Landgericht fortgesetzt. Dann werden weitere Zeugen gehört. Es wird mitunter um die Vorfälle in der Nacht des Finales der Fußball-Weltmeisterschaft im Juli 2014 gehen, als der Angeklagte zwei Opfer krankenhausreif geschlagen haben soll. Das Urteil wird Anfang März erwartet.

Marcel Kling

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