Witten wird 2030 nur noch 90.000 Einwohner haben

Hochbetrieb beim zweiten Bürgertag in der Stadtgalerie. Bis 2030 wird für Witten ein Bevölkerungsrückgang erwartet. Themenfoto:
Hochbetrieb beim zweiten Bürgertag in der Stadtgalerie. Bis 2030 wird für Witten ein Bevölkerungsrückgang erwartet. Themenfoto:
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Was wir bereits wissen
Eine Bertelsmann-Studie sagt einen Rückgang um 6000 Bürger voraus. Mit Minus von 6,3 Prozent läge Witten gleichauf mit Bochum und Hattingen.

Witten..  Laut einer Prognose der Bertelsmann--Stiftung wird Witten 2030 noch 90 040 Einwohner haben – 6080 weniger als im Jahr 2012 (96 120), von dem die Hochrechnung ausgeht. Die Stationen: 93 890 Wittener 2020, 92 070 im Jahr 2015.

Wittens Bevölkerung würde damit in diesem Zeitraum um 6,3 % abnehmen. Für ganz NRW sagt Bertelsmann einen Rückgang von 2,7 % voraus. Auch Nachbarstädte schrumpfen: Bochum (-6,4 %), Dortmund (-3,9 %), Hagen (-10,8 %), Hattingen (-6,2 %) und der EN-Kreis insgesamt (-7,8 %). Wachsen werden in NRW voraussichtlich Münster (+ 11,3 %), Köln (+ 7,9 %), Düsseldorf (+ 3,8 %).

Nach den Bertelsmann-Zahlen (wegweiser-kommunen.de) wird das Durchschnittsalter der Wittener weiter steigen – von 45 Jahren 2012 auf 47,4 Jahre 2030. Der Anteil der ab 65-Jährigen wird deutlich zunehmen – von 22,1 % auf 28 %.

Bertelsmann arbeitet mit den Zahlen des Zensus 2011, einer stichprobenartigen Volksbefragung – die offizielle Statistik des Landes NRW. Die Stadt Witten geht weiterhin davon aus, das die Zahlen aus ihrem eigenen Melderegister genauer sind: Danach hat Witten rund 2000 Einwohner mehr: 98 154 (2012), 97 826 (97 826) und 98 033 (2014).