Witten verliert 2,5 Millionen Euro

Foto: imago/Christian Ohde
Was wir bereits wissen
Durch die Aufhebung der Kursbindung des Franken in der Schweiz muss auch die Stadtkasse bluten. Warum die Entscheidung des Alpenlandes dem Kämmerer Bauchschmerzen bereitet

Witten..  2,5 Millionen Euro kostet Witten die Aufgabe des Mindestkurses in der Schweiz. Ende vergangener Woche hatte das Alpenland die Kursanbindung aufgegeben, die den Wechselkurs bei mindestens 1,20 Franken je Euro gehalten hatte.

Wie viele andere Kommunen hatte auch die Stadt Witten in der Vergangenheit in der Schweiz Kredite aufgenommen. Von 350 Millionen Gesamtschulden, die Wittens Stadtkasse zurzeit verzeichnet, sind 15 Millionen Franken-Kassenkredite. Wo bei einem Kurs von 1:1,20 umgerechnet noch 12,5 Millionen Euro für Witten fällig wurden, sind es nach aktuellem Stand von nahezu eins zu eins 15 Millionen. „Der aktuelle Wechselkurs würde für uns rund 2,5 Mio. Euro Wertverschlechterungen bedeuten“, erklärt Kämmerer Matthias Kleinschmidt.

Eigenkapital schrumpft

Allerdings würden diese auch nur zu Buche schlagen, wenn die Stadt die Franken-Kredite jetzt aktuell zurückzahlen müsste. „Da Kassenkredite aber erst in ferner Zukunft zurückgezahlt werden müssen, wird der Wechselkurs bei uns aktuell nicht zahlungswirksam“, so Kleinschmidt. Auswirkungen habe der Kursumschwung allerdings auf die Höhe des Eigenkapitals der Stadt. „Auch wenn wir 2,5 Millionen Euro jetzt nicht auszahlen müssen - in den Büchern taucht der Verlust auf.“