Witten verhandelt weiter über Gästehaus für Flüchtlinge

Weiter als Flüchtlingsunterkunft im Gespräch: das Gästeha
Weiter als Flüchtlingsunterkunft im Gespräch: das Gästeha
Foto: FUNKE Foto Service
Was wir bereits wissen
Angesichts von 350 Flüchtlingen, die Witten in diesem Jahr erwartet, sucht die Stadt händeringend Unterkünfte. Der Poker um ein Gästehaus geht weiter.

Witten..  Das Land habe die Dringlichkeit erkannt und sei zu weiteren Verhandlungen über das Gästehaus an der Bommerholzer Straße bereit, das die Stadt gerne als Unterkunft für 50 Flüchtlinge nutzen würde. Das kündigte Sozialdezernent Frank Schweppe im Hauptausschuss an.

„Wir bemühen uns um eine mietfreie Übernahme“, ergänzte Stadtbaurat Bradtke. Im Falle einer Anmietung werde man selbstverständlich eine Bürgerversammlung einberufen, in der es etwa um Schutz und Begleitung der Flüchtlinge gehe, so Bürgermeisterin Leidemann.

Gesamtkosten von über vier Millionen Euro

Insgesamt bereiteten der Stadt die Kosten für die steigende Zahl von Asylbewerbern großes Kopfzerbrechen, sagte Bürgermeisterin Leidemann gestern Abend im Haupt- und Finanzausschuss. Witten erwartet in diesem Jahr zirka 350 Neuankömmlinge. Sie sprach von insgesamt über 4,2 Millionen Euro. Gerade der Krankenschutz mache Sorge, weil die Stadt für die Kosten von über 1,3 Millionen allein aufkommen müsse. Die Regelsätze für die laufenden Lebenshaltungskosten machten 1,6 Millionen aus.

Die Stadt hat den Ankauf eines Gebäudes zur Aufnahme von Flüchtlinge beschlossen. Dort sollen 30 Personen unterkommen. Ein konkretes Objekt wurde noch nicht genannt. Weitere 30 Menschen könnten in vier Mietwohnungen im Hammertal unterkommen. Es gibt weitere Angebote von „Immeo“ und Siedlungsgesellschaft