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Masterplan „Licht“

Witten soll schöner leuchten

12.06.2012 | 18:55 Uhr
Witten soll schöner leuchten
So schön soll die Eisenbahnbrücke Ruhrstraße beleuchtet werden. Entwurf: Agentur licht, raum, stadt

Witten. Mit einem „Masterplan Licht“ will die Stadt Witten künftig strahlen lassen - weg vom grauen Einerlei, hin zu effektvoll inszenierten Beleuchtungen an Brücken und anderen architektonisch reizvollen Gebäuden.

Die Unterführungen Herbeder Straße und Ruhrstraße machen in diesem Jahr den Anfang. Wie berichtet, konnte Witten mit beiden Brücken bei einem Wettbewerb der Stiftung „Lebendige Stadt“ punkten. Gefragt waren Beleuchtungskonzepte für Eisenbahnbrücken an wichtigen Stellen im Stadtgebiet.

Die Wittener Initiative „Akzente“ versucht zwar schon seit längerem, die Unterführung an der Herbeder Straße/Ecke Bahnhofstraße besser auszuleuchten. Doch der ganz große Wurf soll jetzt mit dem Konzept der Agentur „licht, raum, stadt“ gelingen. Was bisher selbst tagsüber als ziemlich dunkler, von Fußgängern als unangenehm empfundener Tunnel daherkommt, soll in einen „gut ausgeleuchteten, angstfreien und attraktiven Stadteingang“ verwandelt werden, wie es in der Vorlage für den Stadtentwicklungsausschuss heißt, der am Donnerstag über die Konzepte für beide Brücken zu entscheiden hat.

Mit künstlerisch anmutendem Licht will man die Stirnseiten der beiden Eisenbahnbrücken beleuchten - also das, was man sieht, wenn man draufzufährt, außerdem die Stahlträger, die heute beim Durchfahren aufgrund der Düsternis gar nicht wahrgenommen werden. Wer hätte gedacht, dass die triste Röhre an der Herbeder Straße unter Denkmalschutz steht? Sie gilt als „anschauliches Dokument für den ingenieurmäßigen Brückenbau um die Jahrhundertwende“, so die Untere Denkmalbehörde, und dokumentiere die Verkehrs- und Wirtschaftsgeschichte der Stadt Witten. Die von „Akzente“ dort installierte Seitenbeleuchtung will man integrieren.

Weil die Wettbewerbsgelder in Höhe von insgesamt 50 000 Euro noch in diesem Jahr verbaut werden müssen, sollen die beiden Brücken spätestens bis zum Ende des Dunkelmonats November neu erstrahlen. Die Restkosten von immerhin knapp 40 000 Euro stammen aus Städtebauförderungsmitteln, die für Planungskosten beim neuen Masterplan Licht angesetzt waren.

Dessen Ergebnisse will die Stadt nach den Sommerferien präsentieren. Es geht nicht nur darum, die Atmosphäre in der Innenstadt zu steigern, Stadteingänge und Silhouetten zu betonen, visuelle Übergänge zu schaffen und, wie Planerin Barbara Bockel sagt, „die schöne Seite zum öffentlichen Raum besser in Szene zu setzen“, etwa bei Jugendstilvillen an der Achse zur Ruhr. Nein, der „Masterplan Licht“ beinhaltet auch ganz einfache praktische Dinge wie die „Sanierung des Leuchtenbestands“. Außerdem gebe es Handlungsbedarf für die zukünftige Lichtplanung, wie es in der Vorlage für den morgigen Stadtentwicklungsausschuss heißt. Wer will da widersprechen.

Jürgen Augstein

Kommentare
16.06.2012
08:37
Witten soll schöner leuchten
von ratzefummel | #5

abreissen und neu bauen geht ja nicht wegen denkmalschutz.beim letzten mal wurde es auch gross angekündigt,heraus kam nur ein schummerlicht.der krach...
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2012-06-12 18:55
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