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Witten hat als Drehort auch künftig gute Karten

18.03.2010 | 19:04 Uhr
Witten hat als Drehort auch künftig gute Karten

Witten. Beim Wettbewerb der Filmstiftung hat es Witten zwar nicht geschafft. Da machte Mülheim an der Ruhr das Rennen. Filmisches Potenzial habe die Stadt trotzdem, beschreibt Andrea Baaken von der Filmstiftung NRW. Sie sagt, dass auch eine originelle Pommesbude filmreif sei.

Witten gehörte zu unseren Favoriten“, sagt Andrea Baaken von der Filmstiftung NRW in Düsseldorf. Diese suchte für ihr Netzwerk filmfreundlicher Städte das 34. Mitglied. Dass es letztlich Mülheim wurde, habe daran gelegen, dass diese Stadt bei der Bewerbung „am filmischsten“ gedacht habe. Von dort seien Bildmotive geschickt worden, die man sich als Drehorte gut vorstellen könne. „Denn es ging ja nicht darum, dass die Städte uns ihre Prestige-Objekte präsentieren sollten“, so Baaken, die das Netzwerk der Filmstädte leitet.

„Es wäre aber schade, wenn der entstandene Kontakt abreißen würde“, sagt Baaken mit Blick auf Witten. Denn es gebe weitere Möglichkeiten, sich mit Motiven auf der Internet-Seite der Filmstiftung darzustellen und so Filmemacher für den Drehort Witten zu interessieren. „Die Stadt könnte uns neue, filmisch gedachte Fotos schicken, die wir dann an Scouts für Drehortsuche weiterleiten. Wenn die Fotos gut sind, würden sie dann auf unserer Internet-Seite erscheinen.“ Diese Seite findet sich unter www.locationnrw.de

Mülheim punktete mit einem alten Gefängnis

Allerdings würden die Motive nicht direkt auf der ersten Seite erscheinen, denn die sei den 34 Netzwerkstädten vorbehalten, erklärt Baaken. Die Wittener Motive würden sich dann auf der Seite „Locations“ finden, wo viele weitere Drehorte wie Industrie- und Privatgebäude oder historische Plätze zur Ansicht für Filmemacher aus aller Welt abgebildet sind.

Rückblickend lobt Andrea Baaken Wittens Engagement bei der Bewerbung zur 34. Filmstadt. Mehrfach habe sich Hans Werner Tata von der Stadt gemeldet und sogar angeboten, einen Imagefilm über Witten zu schicken.

Letztlich sei die schriftliche Wittener Bewerbung aber besser gewesen als die eingereichten Bildmotive: „Wenn zum Beispiel geschrieben wird, Witten habe eine der originellsten und besten Pommesbuden im Ruhrgebiet, dann will ich die auch sehen“, so Baaken. Denn als Drehort sei so eine Bude durchaus interessant. Weil es eben nicht um Prestige-Objekte geht. „Mülheim konnte als erfolgreicher Bewerber zum Beispiel mit einem leerstehenden Gefängnis als Drehort punkten. Sowas findet man nicht alle Tage“, erklärt Baaken.

Michael Vaupel



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