Wir sind keine Leistungsmaschinen

Heute gibt es in fast jedem Bereich des Lebens eine leistungsorientierte Einstellung. Nicht nur im Sport, sondern auch in der Schule, dem Beruf und sogar im Bett geht es darum, der oder die Beste zu sein.


Leistung und etwas zu leisten ist etwas ganz Natürliches und grundlegend gut. Es besteht aber die Gefahr, dass Menschen sich gegenseitig nur noch über Leistungen bewerten. Was dann auf der Strecke bleibt, ist die Menschlichkeit. Gerade die Dinge, die unser Leben wirklich reich machen, wie Freundschaft, Liebe und Zuneigung können wir uns nicht durch Leistung verdienen. Diese Dinge bekommen wir von anderen geschenkt, obwohl wir sie nicht verdienen.


Das zu erkennen, entlastet mich. Denn ich weiß, vor Menschen, die mich lieben, muss ich nicht immer der Beste oder der Sieger sein, um geliebt zu werden. Bei Gott ist es auch so. Gott schätzt und als Mensch und nicht als Leistungsmaschine. Das gibt uns Kraft, uns selbst und auch andere Menschen unabhängig von der Leistungen zu lieben.


Ich will heute ganz bewusst Liebe an Menschen verschenken, statt nur auf Leistung zu schauen. Machen sie doch mit und lassen sie uns dem ungesunden Leistungsdruck gemeinsam entgegenwirken.
Florian Wintersohl, Pastor Freie Ev. Gemeinde Witten