Wieder zwei Feuer am Abend im Witten

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Eine Gartenlaube am Bahndamm und Keller am Crengeldanz brannten aus. Anwohner sind in Sorge: Ist ein Feuerteufel unterwegs?

Witten..  Der Löschschaum liegt wie ein dicker Schneeteppich auf dem durchweichten Boden, verbrannte Bohlen ragen in den Himmel: Ein Feuer hat am Dienstagabend gegen 21 Uhr eine Gartenlaube am Bahndamm in der Brückstraße zerstört, nur noch ein Holzgerippe ist übrig geblieben. Beinahe zeitgleich brach auch ein Brand im Keller eines Wohnhauses am Crengel­danz aus. Anwohner sorgen sich: Ist ein Feuerteufel unterwegs?

Mehrere Brände am alten Güterbahnhof, die Einsätze scheinen sich zu häufen. Und zumindest für die Gärten am Bahndamm scheint sicher zu sein: Hier waren Vandalen am Werk. Bei einer Laube wurden Scheiben eingeworfen, aus einem Häuschen wurde ein Stuhl geholt und damit gezündelt. Bei der abgebrannten Laube war zuvor offenbar eingebrochen worden, meint die Berufsfeuerwehr.

Oberleitung gefährdet

Sie rückte zusammen mit den Kollegen von der Freiwilligen Feuerwehr Löscheinheit Altstadt aus, um den Brand zu löschen. Wegen der großen Wärme- und Rauchentwicklung musste die ganz in der Nähe vorbeiführende Linie der S-Bahn von Witten nach Dortmund gesperrt werden. „Es hätte sonst passieren können, dass die Oberleitung durch die Hitze reißt“, so Einsatzleiter Dirk Lieder. Erst ein Gutachter der Bahn konnte später Entwarnung geben.

Doch während der Einsatz noch im vollem Gang war, erreichte schon die nächste Meldung die Wache: Kellerbrand am Crengeldanz. Die Löscheinheit Bommern, die die Hauptwache besetzt hatte, rückte aus, später kamen noch die Hevener dazu. Zunächst einmal musste das Haus gesichert werden: 28 Bewohner des Gebäudes wurden rasch in Sicherheit gebracht, sie konnten sich in einem bereitgestellten Bus der Bogestra aufwärmen, während die Retter den Brand löschten. Das Feuer war bald unter Kontrollen, in ihre Wohnungen konnten die Anwohner aber dennoch in der Nacht nicht zurück: Die Stadtwerke hatten den Strom abgestellt.

Räumlich sehr nah

In beiden Fällen ermittelt die Kriminalpolizei: Denn Brandstiftung könne nicht ausgeschlossen werden, heißt es. Ob der gleiche Täter für beide Feuer verantwortlich ist? Möglich sei es, sagt Einsatzleiter Lieder: „Die räumliche Nähe legt das zumindest nahe.“