Wert der sozialen Berufe erkennen

Man kann es nicht oft genug betonen, finden die Verdi-Erzieher. Für ihre Qualifikation und ihre tägliche Berufsleistung fordern sie einen höheren Lohn und mehr Wertschätzung für soziale Berufe. „Natürlich hoffen wir selbst auch, dass der Streik bald zu Ende geht, damit er nicht weiter auf dem Rücken der Eltern und Kinder ausgetragen wird. Wir wollen aber ein vernünftiges Angebot für unsere Leistung“, erklärt Verdi-Gewerkschaftssekretärin Ina Hecht (53).

Mit Plakaten, Schildern und Trillerpfeifen machten die streikenden Erzieher gestern auf dem Platz vor der Stadtgalerie auf sich aufmerksam. Einige Passanten zeigten Verständnis und blieben stehen. „Natürlich kann ich die Argumente der Erzieher nachvollziehen. Ihr Hungerlohn steht in keiner Relation zu ihrer Leistung“, sagte etwa die 29-jährige Aline Meyer. Nach der Aktion ging es für die Betroffenen weiter zu Gesprächen ins Rathaus.