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Weihnachtsläufer trotzen Schneematsch

09.12.2012 | 19:07 Uhr
Weihnachtsläufer trotzen Schneematsch
Der 22. Wittener Weihnachtslauf fand am Sonntag unter widrigen Witterungsverhältnissen statt.Foto: Michael Korte

Witten. Alles andere als gut meinte es Petrus diesmal mit den Teilnehmern des 22. Weihnachtslaufes.

Sie hatten nicht nur mit der ohnehin anspruchsvollen Strecke zu tun, sondern mussten auch gegen die widrigen äußeren Bedingungen ankämpfen. Jeder Schritt wurde bedacht gewählt, zu groß war die Gefahr, sich auf dem matschigen Untergrund auf den Hosenboden zu setzen.

Fast 1000 Sportler waren der Einladung des PV-Triathlon gefolgt und verwandelten die Innenstadt traditionell in ein Läufer-Eldorado. Den Beginn machten die Schüler, die weit mehr als die Hälfte des Teilnehmerfeldes stellten. Alleine die Holzkampschule brachte 400 Aktive an den Start. Bereits in den Vorjahren hatte die Gesamtschule stets mit einer großen Teilnehmergruppe geglänzt. Bevor dann die Hauptläufe starteten, gab es für die Kleinsten die Chance, sich zu beweisen. Im Bambini-Lauf absolvierten viele Nachwuchstalente ihren ersten Wettkampf überhaupt. Eskortiert von den Eltern und lautstark angefeuert vom Publikum, gaben die Jüngsten alles. Zur Belohnung gab es im Ziel eine Urkunde.

Im Lauf über 4,8 Kilometer konnte der Ausrichterverein einen Heimsieg bejubeln. Jan Stratmann ließ Leonard Hartung vom DSC Oldenburg im Zielsprint keine Chance. Über den dritten Platz freute sich Till Niklas Arling vom PV-Triathlon. „Für die Bedingungen kann ich mit meinem Lauf schon zufrieden sein“, erklärte Arling mit einem Augenzwinkern nach dem Lauf.

Richtig stark war auch die Leistung von Jonas Beverungen im Hauptlauf über 9,6 Kilometer. Der Wattenscheider setzte sich unmittelbar nach dem Startschuss an die Spitze und stellte in 30:04 Minuten einen neuen Streckenrekord auf. Ebenfalls neue Bestzeit brachte Eleni Gebrehiwot auf die Straße, die in 33:16 Minuten bei den Damen triumphierte. Damit musste die Läuferin des TV Wattenscheid nur 3 Männern den Vortritt lassen, war im Ziel aber „einfach froh“ den Lauf gemeistert zu haben. Doch auch abseits von sportlichen Bestleistungen gab es für die Zuschauer einiges zu sehen. So liefen Engel, Weihnachtsmänner und sogar Skelette durch die Innenstadt. Auch die Feuerwehr ließ es sich erneut nicht nehmen, in voller Montur teilzunehmen.

Bewährt hat sich auch die neue Streckenführung, die es den Läufern nicht mehr möglich macht abzukürzen. Durch die Veranstaltung leitete erneut Matthias Dix, der neben den Informationen für die Zuschauer, stets ein aufmunterndes Wort für die Läufer parat hatte.

Fabian Bödecker


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