„Was vielleicht fehlt, ist ein Drogeriemarkt“

I ch wohne seit neun Jahren mit meinem Mann und zwei 18-jährigen Kindern auf der Wilhelmshöhe – das sind Zwillinge. Vorher haben wir im Bebbelsdorf gewohnt, also auch nicht allzu weit entfernt. Uns gefällt es sehr gut. Es ist ruhig, man kann gut spazieren und alle erforderlichen Geschäfte liegen nicht weit entfernt. Was vielleicht noch fehlt, ist ein Drogeriemarkt – seit Schlecker zugemacht hat, gibt es keinen mehr.

Wenn die Kinder tagsüber in die Stadt wollen, fährt alle 20 Minuten ein Bus. Abends nur alle 60 Minuten, dann muss das „Mama-Taxi“ herhalten. Aber das ist mir lieber, als wenn sie nachts am Bahnhof hängen. Wenn die beiden mal feiern gehen, ist das nur in Bochum oder Dortmund möglich.“
Barbara Wolper, 52


Ich bin auch 1978 mit meinem Mann Klaus in eine Einliegerwohnung gezogen – später haben wir unsere Tochter Heike bekommen. Auf der Wilhelmshöhe lebt es sich mehr als gut. Es geht sofort in den Wald und ist sehr ruhig. Früher konnten die Kinder gefahrlos auf der Straße spielen, aber es gab trotzdem immer mal wieder Autos, die hier durchbretterten. Dann hat man so Kästen aufgestellt, die das Tempo verlangsamen sollten, aber seit einem Jahr sind die wieder weg.

Schön finde ich, dass mittlerweile ein Generationenwechsel stattfindet: Neue junge Familien ziehen ein und bringen ein bisschen Leben in die Straße. Was mein Mann und ich zu schätzen wissen: Die Nachbarschaft kraucht nicht zusammen, aber wir lassen trotzdem keine gemeinsame Fete aus.
Marlis Peters, 64