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Gesprächsreihe Ruhrtal

Was verkraftet das Wittener Ruhrtal?

18.02.2016 | 18:14 Uhr
Was verkraftet das Wittener Ruhrtal?
Am frisch renovierten Schleusenwärterhaus starten am 5. Mai die „Ruhrauengespräche“. Das durch Brandstiftung abgefackelte und wieder aufgebaute Gebäude öffnet am 18. März erneut seine Pforten. Foto: Thomas Nitsche - Funke Foto Services

Witten.   Skaterbahn, Zeltfestival, geplantesTauchcenter: Das Ruhrtal boomt. Eine neue Gesprächsreihe am Schleusenwärterhaus fragt: Was verkraftet das Ruhrtal?

Etwa 140 000 Radler setzen pro Saison mit der Ruhrtalfähre über, 1,5 Millionen spazieren, skaten oder radeln jährlich am Kemnader See. Das Ruhrtal ist ein Besuchermagnet wie nie.

Doch was verkraftet die Region? Und wie sieht ihre Zukunft zwischen Natur, Kultur und Massenevents wie dem Zeltfestival mit 140 000 Gästen in nur 17 Tagen aus?

Das will die Reihe „Ruhrauengespräche“ klären, die im Mai stattfindet. Wo könnte sie besser angesiedelt sein als am Schleusenwärterhaus, das selbst zu den Publikumshits der Region zählt? An fünf Terminen können die Besucher dort mit Experten aus verschiedenen Bereichen diskutieren, natürlich umsonst und draußen. Die jeweilige Uhrzeit steht noch nicht fest, wird also noch bekannt gegeben.

Los geht’s am 5. Mai. Dann ist Michael Cramer, Verkehrspolitischer Sprecher der Grünen im EU-Parlament, zu Gast. Außerdem wird Björn Frauendienst, Mobilitätsbeauftragter der Bochumer Uni, darüber berichten, wie mit Leihrädern (Stichwort: Metropolrad-Ruhr) die Verbindung zwischen Uni und Wittener Ruhrtal geschaffen werden könnte. Denn eine Mietstation ist auch für das Zollhaus an der Lakebrücke geplant.

Wabe-Chef: „WAZ-Leser können sich mit Vorschlägen zu dieser Reihe melden“

Das wird bekanntlich, ebenso wie das Schleusenwärterhaus, von der Wittener Gesellschaft für Arbeit und Beschäftigungsförderung (Wabe) bewirtschaftet. Die zeichnet, unterstützt von den Stadtwerken, auch für die „Ruhrauengespräche“ verantwortlich. Naherholung und Stadtentwicklung oder Energiegewinnung durch (Ruhr-)Wasser sind außerdem Themen. „Wenn WAZ-Leser weitere Ideen haben, die in die Reihe passen, können sie sich gern bei uns melden“, sagt Wabe-Chef Thomas Strauch ( Tel. 39538-25).

Am 11. Mai wird beispielsweise Prof. Christa Reicher, Raumplanerin der TU Dortmund, unter dem Titel „Stadt der Zukunft“ darüber sprechen, wie die Naherholung im Ruhrtal künftig aussehen könnte. Weitere Termine sind u. a. am 12. Mai (Christine Fuchs, Vorstand der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, erzählt über „Witten und Velocity“) sowie am 19.Mai, wenn Dr. Stefan Thomas über (Ruhrwasser-)Energie und Klimaforschung mit dem Publikum diskutieren möchte.

Renovierung des niedergebrannten Schleusenwärterhauses kostete 160 000 Euro

„Wir hätten in dieser Reihe auch gerne noch einen Imker dabei gehabt, um über Bienen und Bienensterben zu sprechen. Aber das hat nicht geklappt, weil die im Mai besonders beschäftigt sind“, sagt Thomas Strauch, Chef der Wittener Gesellschaft für Arbeit und Beschäftigungsförderung (Wabe), von der die Reihe ins Leben gerufen wird. Übrigens auf Anregung des Journalisten und Kandidaten der vorigen Bürgermeisterwahl Walter Budziak, wie Strauch betont.

Wabe-Chef Thomas Strauch im behutsamen sanierten alten Zollhaus neben der Lakebrücke. Seit Oktober 2015 sind auch die Innenräume für Gäste nutzbar. Die Außengastronomie steht den Besuchern schon deutlich länger zur Verfügung. Foto: Thomas Nitsche - Funke Foto Services

Auch das Thema „Energieerzeugung in lokaler Gemeinschaft“ fände er für die „Ruhr-auengespräche“ wünschenswert. Schließlich liegt der energiereiche Fluss gleich vor der Haustür. Auch vor dem Schleusenwärterhaus, das nach Brandstiftung in 13-monatiger Bauzeit wiedererrichtet wurde. Am 18. März wird es, zeitgleich mit dem Start des Fährbetriebs, erneut seine Pforten öffnen. 160 000 Euro wurden in die Renovierung des denkmalgeschützten Gebäudes gesteckt.

Auch das Zollhaus an der Lakebrücke hat die Wabe ordentlich aufgemöbelt. So wurden – natürlich immer in Absprache mit dem Denkmalschutz – u. a. die Fußböden erneuert oder zwei Schlafzimmer in einen Gastraum verwandelt. An diesen Beispielen zeigt sich wieder: Das Ruhrtal ist ständig in Bewegung.

Michael Vaupel

Kommentare
18.02.2016
19:39
Locken wir die Menschen ins Wittener Ruhrtal
von p.s.a | #1

Die Konzentration hier bedeutet zwar punktuell eine die Entnaturierung aus den Hochzeiten des Bergbaus beizubehalten, bietet aber auf der anderen...
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2016-02-18 18:14
Witten