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Schifffahrt

Warten auf die Fähre

16.06.2010 | 12:28 Uhr
Warten auf die Fähre
Arbeiten an der Ruhrtal-Fähre verzögern sich. Kapitän Christoph Heemann hisst auf der Baustelle am Schleusenwärter-Häuschen aber schon mal die Deutschland-Flagge an der Fähre. Foto: Arne Poll, WAZ Fotopool.

Witten.Die Frage hört Christoph Heemann inzwischen fast täglich: Wann legt das Schiff endlich zur Jungfernfahrt ab? Der Betriebsleiter der Ruhrtalfähre zuckt dann mit den Schultern und sagt: „hoffentlich vor den Sommerferien“.

Die fangen am 15. Juli an und bis dahin gibt es noch eine Menge zu tun. Acht Mitarbeiter der Wabe (Wittener Gesellschaft für Arbeit und Beschäftigungsförderung) bringen das Schiff auf Vordermann.

Der frisch gestrichene Rumpf ruht auf einer Wiese, umgebaut ist das Schiff bereits, auch die Motoren sind eingesetzt worden. Nun fehlen noch das Deckshaus und die Batterien. Ursprünglich hieß es, die Fähre könne im Mai eingesetzt werden. „Wir haben aber erst sehr spät die Spendengelder zusammen bekommen“, berichtet Heemann. „Und dann konnten wir erst die Teile bestellen.“ Die Auftragsbücher der Lieferanten seien im Frühjahr voll gewesen, sagt der Kapitän. Statt drei Wochen muss er nun acht Wochen auf die Batterien warten - wenn denn alles gut geht.

Bis die neue Ruhrtalfähre startklar ist, wird die „Hardenstein“ eingesetzt. Sie kann pro Fahrt maximal 16 Personen oder 12 Radfahrer transportieren. Mit dem neuen Schiff können nach dem jetzigen Stand 50 Fahrgäste mit Fahrrädern auf die andere Ruhrseite übersetzen. Und so viel Platz sei auch nötig, ist Christoph Heemann überzeugt. Schon an sonnigen Wochentagen gibt’s genug zu tun. „Am Wochenende haben wir bis zu zwei Stunden Wartezeit.“ Damit habe niemand gerechnet, als vor vier Jahren der Betrieb aufgenommen wurde. „Wer soll denn hier mit ‘ner Fähre fahren?“ hätten die Leute gefragt, erinnert sich der Fährmann. Von 15 000 bis 20 000 Besuchern im Jahr sei man höchstens ausgegangen. 135 000 waren es allein 2009.

In Rente gehen soll die „Hardenstein“ noch nicht, wenn die Nachfolgerin ihren Dienst antritt. „Sie wird probeweise im Fährbetrieb auf dem Kemnader See eingesetzt“, erzählt Heemann. Dort soll dann auch ein Fahrpreis erhoben werden, die Höhe steht noch nicht fest.

Wie das neue Schiff heißen soll? Ganz klar: „Hardenstein“, sagt Thomas Strauch, Geschäftsführer der Wabe. Die alte Fähre müsse dann eben umbenannt werden.

Jenny Busche

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Kommentare
17.06.2010
23:32
Warten auf die Fähre
von T | #1

man kann sie auch hardenstein 2 nennen die schwalbe nennt man ja auch schwalbe 2

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