Wanderausstellung widmet sich Gewalt gegen Frauen

Wie macht man aus dem hässlichen Thema Gewalt (gegen Frauen) etwas Schönes? In der Wanderausstellung „Die Hälfte des Himmels – 99 Frauen und Du“ ist das der Kuratorin Annette Schiffmann gelungen: Sie hat eine Auswahl aus 99 Foto-Porträts und Hör-Interviews mit Frauen zwischen 16 und 92 Jahren zusammengestellt. Die Ausstellung ist ab 9. Februar in der Stadtbibliothek an der Ruhrstraße 48 zu sehen und läuft bis zum 26. Februar.

Veranstalterin ist die Frauenberatung EN in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Witten. Dazu kommen zahlreiche Sponsorinnen und Unterstützerinnen.

Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Rahmenprogramm – etwa zum Aktionstag „One Billion Rising“ oder der Filmvorführung „Scherbenpark“ – erhält man in dem dazugehörigen Faltblatt. Es liegt bereits unter anderem im Rathaus und in der Bibliothek aus. Auch im Internet erhält man unter www.witten.de oder unter www.haelfte-des-himmels.de weitere Infos zur Ausstellung.

Bürgermeisterin Sonja Leidemann eröffnet die Schau am Montag, 9. Februar, um 17 Uhr in der Zentralbibliothek. Besuchen kann man die Ausstellung dann zu den Öffnungszeiten der Bibliothek. Die sind montags von 14 bis 18 Uhr, dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs von 10 bis 13 Uhr sowie samstags von 10 bis 14 Uhr.

Wertschätzung für gesamte Person

Die Ausstellung nähert sich dem Thema Frauen und Gewalt auf ungewohnte Weise. Nicht die Gewalt steht im Blickpunkt der Porträts, sondern die Wertschätzung für die Gesamtpersönlichkeit der Frauen. Mit liebevollem Blick porträtiert Schiffmann 99 Frauen mit und ohne Gewalterfahrung zwischen 15 und 92 Jahren, aus allen Lebenslagen, Berufsfeldern und vielen Ländern.

Die Frauenporträts und Hör-Interviews auf Audioguides machen die Fülle, die Kraft, die Verletzlichkeit, die Wünsche und Forderungen von Frauen wahrnehmbar.

Das 100. Ausstellungsstück ist ein Spiegel. So werden die Betrachterin oder der Betrachter Teil der Ausstellung. Deren Botschaft lautet: Gewalt gegen Frauen geht uns alle an.