Wallach und Wasserwerfer warten vor der Wittener Wache

Infotag der Polizei Witten am Samstag, dem 27.06.2015.
Infotag der Polizei Witten am Samstag, dem 27.06.2015.
Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Viel Interesse beim Infotag der Polizei an der Wache Casinostraße: Beamten zeigen die Vielfalt ihrer Arbeit. Die Wittener mögen aber besonders die Polizeipferde.

Witten..  Blaulicht lockt am Samstag Schaulustige zur Casinostraße. Aber nichts Böses ist passiert, die Polizei lädt ein zum Informationstag. Mit einem riesigen Wasserwerfer und zwei Polizeipferden steht auch Ausrüstung bereit, die sonst in Witten nur sehr selten in entspannter Stimmung zu bestaunen ist.

Hingucker sind die Polizisten auf Segways. Sie kurven in der Fußgängerzone herum und laden Passanten ein, zur Polizeiinspektion mitzukommen. Trotz der immer mal wiederkehrenden Regengüsse tummeln sich die Wittener dort gut gelaunt. Inspektionsleiter Frank Nows ist zufrieden: „Wir machen das jetzt das fünfte Mal und haben den Informationstag mittlerweile als feste Veranstaltung etabliert.“

Dass Senioren besonders stark vertreten seien, freut den Polizeioberrat genauso wie Roland Sentheim. Dem Polizeihauptkommissar liegt nämlich die Sicherheit beim Rollatorfahren sehr am Herzen. Deswegen lädt die Polizei am Freitag, 17. Juli, auf dem Berliner Platz ab 10 Uhr extra zu einem Rollatortag ein, erklärt Roland Sentheim: „Bei unseren Infoveranstaltungen stellt sich immer wieder heraus, dass jeder Zehnte mit seinem Rollator schon mal hingefallen ist.“

Wenn die Polizei ruft, sind Kinder schnell begeistert. Sie dürfen Blaulicht und Sirene ein- und ausschalten, sich auf ein Polizeimotorrad setzen lassen und die Polizeipferde streicheln. Wenn sie sich denn an die beiden großen Wallache Rudi und Paul herantrauen. Die stehen vor dem großen Wasserwerfer. Oberkommissarin Kristina Räß von der Reiterstaffel Dortmund stellt beide vor: „Der größere ist Paul, er ist elf Jahre alt. Rudi ist zwölf.“ Erfahrene Kollegen seien das, zu sehen seien beide meist bei Fußballspielen oder Demonstrationen. Letzteres gilt auch für den Wasserwerfer: Zehn Meter lang, 10 000 Liter Wasser fasst er, und die Pumpe mit über 200 PS spritzt bis zu 3400 Liter pro Minute auf maximal 70 Meter. Trotzdem: Die Pferde haben heute mehr Fans.

Der Weisse Ring informiert mit eigenem Stand über Opferrechte. Ein junges Mädchen tritt heran und wünscht einen Bleistift. Bekommt sie, aber auch einen Flyer über Cyber-Mobbing. „Die meisten haben sich über Einbruchsschutz beraten lassen“, sagt die Frau vom Weissen Ring, die ihren Namen nicht nennen will: Wer Opfer berät, bleibt lieber anonym, findet sie. „Opfer suchen auch keine Öffentlichkeit. Veröffentlichen Sie lieber unsere Telefonnummer: 02333/609060.“

Was duftet hier eigentlich so? Das ist die Currywurst, die die Beamten ein paar Meter weiter auf dem Hinterhof der Inspektion braten. Die tut gleich doppelt gut: Sie schmeckt und alle Einnahmen spendet die Polizei dem Weissen Ring.