„Wahlfreiheit steht nur auf dem Papier“

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Eltern haben einen gesetzlichen Anspruch auf wahlweise 25, 35 oder 45 Stunden wöchentliche Betreuungszeit für ihre Kinder in einer Kindertagesstätte. Wie aus der Beantwortung einer Kleinen Anfrage der FDP-Landtagsfraktion durch die Landesregierung hervorgeht, ist das Angebot in Witten tatsächlich stark eingeschränkt.

Helmut Kunstmann, FDP-Experte im Jugendhilfe- und Schulausschuss der Stadt Witten, fordert deswegen Nachbesserungen: „In Witten haben viele Eltern nur die Auswahl zwischen einer 35- oder 45-stündigen Betreuungszeit. In ganz Witten gab es im letzten Jahr nur sieben U3-Plätze mit 25 Stunden und 32 Ü3-Plätze. merciUnd das bei insgesamt fast 3000 Kita-Plätzen in unserer Stadt.“ Dies entspreche einer Quote von knapp über einem Prozent.

„Gerade Eltern in Teilzeit wünschen sich aber kürzere Betreuungszeiten. Ohne diese Plätze werden die Eltern zu höheren Elternbeiträgen gezwungen. Das ist nicht hinnehmbar“, meint der Vize-Chef der Wittener Liberalen. Er fordert die Verwaltung zum Handeln auf: „Die Wahlfreiheit existiert in Witten scheinbar nur auf dem Papier. Wir müssen die Gründe für diese Entwicklung zügig ermitteln und eine mögliche Fehlplanung beseitigen, damit die Eltern eine echte Wahlfreiheit bei den Betreuungszeiten haben.“

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