Während des Unterrichts ins Burgkino

Die Schulkinowoche 2014 war ein Flop – keine einzige Oberstufenklasse nahm die Vorstellung des Films „Hannah Arendt“ wahr. Jüngere Schüler gingen sehr wohl ins Burgkino: 124 Unterstufen- und 557 Grundschüler. Werden es 2015 mehr sein? In Witten findet die Schulkinowoche vom 22. bis 28. Januar statt.

Das filmpädagogische Projekt des Landes erreicht jährlich mehr als 80 000 Schüler, an vielen Schulen hat es einen festen Platz im Terminkalender. Auch die Wittener Schulklassen können sich noch unter www.schulkinowochen.nrw.de für die Vorstellungen anmelden. Neben 150 Filmtiteln werden auch Kinoseminare, Lehrerfortbildungen zur Filmanalyse im Unterricht und Begegnungen mit Filmschaffenden wie Regisseuren, Schauspielern, Autoren oder Szenenbildnern angeboten.

Die diesjährigen Schulkinowochen greifen häufig die Themen Migration und Inklusion auf. Neben Erfolgsfilmen wie „Almanya“ werden „Hoppet“ oder „Kaddisch für einen Freund“ gezeigt, die einen altersgemäßen Zugang zu Themen wie Flucht, Entwurzelung und Zusammenleben verschiedener Kulturen bieten und für die Lage von Flüchtlingen und Asylbewerbern sensibilisieren.

Dass auch „tiefbegabte“ Kinder wie Rico und „hochbegabte“ wie Oskar beste Freunde werden können, zeigt die erfolgreiche Verfilmung des Kinderbuchs „Rico, Oskar und die Tieferschatten.“ Filmproduktionen wie „Who Am I – Kein System ist sicher“ zum Thema Hacker im Internet sowie Filme zum Motto des Wissenschaftsjahrs „Zukunftsstadt“ runden das Programm ab. Alle Filme haben konkrete Lehrplanbezüge.

Zur Vor- und Nachbereitung steht kostenloses Unterrichtsmaterial zur Verfügung. Lehrkräfte können zudem an Infoveranstaltungen teilnehmen, Schüler mit selbst verfassten Filmkritiken an einem Wettbewerb.

Für die beliebten Filmgespräche haben bereits Matthias Müsse, der Szenenbildner von „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ und „Lauf, Junge, lauf“, Comedian Matze Knop, der mehreren Charakteren des Animationsfilms „Die Abenteuer von Mr. Peabody und Sherman“ seine Stimme leiht, und der Regisseur Stefan Schneider („Planet Deutschland“) zugesagt. Der Eintrittspreis für die Vorführungen beträgt 3 Euro.