Von wegen kleine Feier

Die Heimat bleibt eben im Herzen.  Zunächst möchten wir uns für den großen Bericht bedanken. Der Artikel hat sicherlich auch dazu beigetragen, dass bei der Gedenkfeier „70 Jahre Flucht und Vertreibung – 20 Jahre Gedenkstein in Heven“ ein großer Andrang herrschte. Leider wurden die Schicksalszahlen der Vertriebenen und der durch Flucht und Vertreibung Umgekommenen im Artikel stark reduziert.

Insgesamt mussten mindestens 15 Millionen Deutsche, manche Statistiken sprechen von 17 Millionen, fliehen: allein zwölf Millionen Vertriebene aus dem Deutschen Reich und dem Sudetenland und, wie auch Frau Bublies schrieb, Deutsche, die außerhalb der Reichsgrenzen im südöstlichen Europa wohnten. Hinzu kommen die Deutschen aus Russland, die schon 1939 bei Kriegsanfang nach Sibirien verschleppt worden sind. (Das waren übrigens alles Deutsche, keine „deutschstämmigen“.)

Weiterhin steht im Artikel: „Musikalisch wurde die kleine Feier vom BSW-Chor begleitet.“ Auf unserer Feier waren über 110 Personen, denen wir noch Stühle nachholen mussten. Mindestens 20 Personen mussten leider wieder nach Hause, weil der Saal überfüllt war. „Klein“ ist eine unverschämte Untertreibung.


Aloys Manthey
Vorsitzender des Bundes der Vertriebenen (BdV) in Witten