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Vom Förderprojekt in die Ausbildung

25.09.2012 | 16:55 Uhr
Vom Förderprojekt in die Ausbildung
21 Jugendliche werden aus dem Projekt entlassen, 13 neue beginnen erst jetzt.Foto: Thomas Schild

Witten. Von der Hauptschule in eine gute Ausbildungsstelle: Einige der Schüler, die vor drei Jahren im Programm „Kontrakt“ aufgenommen wurden, haben gar nicht mit einer solchen Chance gerechnet. Nun starten 21 Jugendliche in eine neue Zukunft.

Mit Tränen in den Augen und zitternder Stimme steht Ferdane Kundak auf der Bühne der Werkstadt und schaut ins Publikum. Ihr Blick gilt Rolf Ostermann und Rüdiger Iwanski, die ihrem Sohn Tugay eine Chance für die berufliche Zukunft gegeben haben. Leise schlüpft ihr ein „Danke“ von den Lippen, dann kann sie vor Aufregung kaum sprechen. „Vor drei Jahren wusste ich nicht, wie es mit Tugay und seiner Zukunft weitergehen soll. Die beiden Männer haben mir Hoffnung geschenkt“, sagt die Mutter später. Ihr Sohn freut sich über seine Ausbildungsstelle als Lagerlogistiker. Während der dreijährigen Unterstützung durch das Möbelhaus habe er viel gelernt. Dass er nun eine solche Chance bekommt, bedeutet dem 18-Jährigen eine Menge. „Man hat mir die Lehre angeboten und ich habe sofort zugesagt. Der Job macht mir Spaß und das Betriebsklima ist super.“

2008 startete das Projekt

Tugay ist einer von 21 Jugendlichen, die nun aus dem Projekt „Kontrakt“ ausscheiden. Von der achten bis zur zehnten Klasse wurden sie von ihren Unternehmenspaten begleitet, in der Schule unterstützt und machten Praktika in den Firmen. Nun beginnt für 13 von ihnen eine Berufsausbildung, einige gehen zum Berufskolleg, andere wollen ihr Fachabi schaffen. Keiner bleibt auf der Strecke.

2008 startete das Projekt und wurde vom Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge drei Jahre finanziell gefördert. Schließlich richtet sich „Kontrakt“ hauptsächlich an Jugendliche mit Migrationshintergrund. 2011 endete die Finanzierung, eine andere Lösung musste her, das Amt für Integration wollte die Jugendlichen nicht im Stich lassen. Deshalb gründete das Amt den Verein „Kontrakt - Unternehmen für Bildung“. Der übernimmt seitdem mit Hilfe der Stadt die Förderung der Jugendlichen. 32 Unternehmen sind bei „Kontrakt“ mit von der Partie.

Gülsen Celik (16) erhielt Unterstützung von der Gülich Gruppe. Beruflich geht sie jetzt in eine andere Richtung: Sie will Friseurin werden. „Bei Gülich war es super. Meine Noten haben sich durch die Hilfe verbessert. Dadurch kann ich meine Traumausbildung machen.“

Nun fördert das Projekt 13 neue Jugendliche. In drei Jahren werden auch sie in ihre Ausbildung starten - wenn der Schulabschluss in der Tasche ist.

Franziska Bombach


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