Viel Wald und weite Wege in Witten-Durchholz

Svenja Schulze-Herrmann (36) bringt Max (3) und Thorben (5) gerne in den naturnahen Kindergarten in Durchholz. Eine Grundschule fehlt ihr aber.
Svenja Schulze-Herrmann (36) bringt Max (3) und Thorben (5) gerne in den naturnahen Kindergarten in Durchholz. Eine Grundschule fehlt ihr aber.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Durchholzer Straße führt an wenigen Wohnhäusern, einem Getränkeladen, Kirche, Kindergarten und massig Grün vorbei. Anwohner schätzen ländliche Lage.

Witten..  Viele Autos, wenige Anwohner, viele Bäume und wenig los: So schaut es auf der Durchholzer Straße aus. Zwischen der Kreuzung Vormholzer-, Rauendahlstraße und der Bommerholzer Straße im Ortsteil Durchholz gelegen, führt die etwa 3800 Meter lange Strecke an einzelnen Wohnhäusern, einem kleinen Getränkeladen, einer Kirche und einem Kindergarten vorbei. Außerdem geht es in Durchholz wortwörtlich durch Holz: Der Stadtforst sowie kleinere und größere Grünflächen umgeben die Straße. Ohne Auto geht wenig, die Buslinie 320 fährt stündlich.

Mit einer Unterbrechung lebe ich schon über 25 Jahre in Durchholz. Das Verhältnis zur Nachbarschaft ist gut – Probleme untereinander gibt es hier nicht. Im Gegenteil! Eine ganze Zeit lang haben wir uns in regelmäßigen Abständen getroffen und zum Beispiel gemeinsam gegrillt. Die Lage finde ich toll: Einerseits befinden wir uns im Grünen, andererseits aber immer noch ziemlich zentral. Auch meine drei Kinder fühlen sich hier wohl – und finden die Busverbindung ausreichend. Der Große ist 19 Jahre alt. Wenn er mit seinen Freunden abends unterwegs ist, fährt natürlich meistens einer mit dem Auto.

Was mir hingegen nicht so gefällt: Es gibt erstaunlich viel Durchgangsverkehr. Auf dem Abschnitt gilt zwar Tempo 30, aber daran hält sich kaum einer. Außerdem verkommt die Durchholzer immer mehr zu einer „Hoppelstraße“. Den Spitznamen habe ich der Straße gegeben, weil es hier so viele Unebenheiten gibt.
Lutz Stübing-Herberg (58)

Ich wohne mit meiner Familie in der Waldegge. Besonders gut gefällt uns, dass es zwar sehr ländlich, aber trotzdem relativ zentral ist. Ohne Auto geht es aber nicht. Zur Kita ist es nur ein kleines Stück. Schlimmer wird es, wenn Thorben im Sommer in die Schule kommt. Er geht dann in die Buchholzer Grundschule. Zum Glück gibt es dorthin einen Schulbus.
Svenja Schulze-Herrmann (36) mit Söhnen Max (3) und Thorben (5)

Wir gehen beide in die Kita Durchholz – den Kindergarten im Grünen. Da kann man nicht nur ganz viel basteln und malen, sondern vor allem viel draußen in der Natur spielen. Das finden wir toll! Dafür fährt uns unsere Mama sogar extra aus Herbede hierher.
Keanu (6) und Kilian (4)

U nsere Tochter Greta-Mae (3) besucht die Kita hier. Wir bringen sie immer aus Heven her. Bis 2007 haben wir in Durchholz gewohnt, sind dann aber umgezogen, weil es keine Grundschule für unseren Sohn Jeremy (12) gab. Dass sie die 2010 geschlossen haben, finden wir unverschämt. Wir erinnern uns noch daran, dass sich alle damals dafür stark gemacht haben, die Schule zu erhalten – genützt hat es nichts!
Mandy (32) und Björn (37) Pulla mit Tochter Greta-Mae (3)